Hurghada und Luxor

Reisebericht von Das_Sams, Reisezeitraum Mai 2005 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Ägypten  > Hurghada Dieser Reisebericht wurde 4207 Mal angeschaut
 
Im Mai 2005 zog es mich nach Ägypten. Es gab viele Gründe, mich gerade für dieses Land zu entscheiden. Einmal natürlich die interessanten Kulturstätten, denen trotz aller Touristik noch Authetizität nachgesagt wird. Zum Zweiten der Fakt, dass Ägypten eine faszinierende Unterwasserwelt zu bieten hat, die mich als Hobby-Schnorchler durchaus reizte. Und zum Dritten der Umstand, der bei meiner Reiseziel-Auswahl immer eine gewisse Rolle spielt: Das Fremde, Exotische, Unbekannte.
Vom Flughafen aus fahre ich mit dem Shuttlebus zu meinem Hotel. Als ich am Hotel ankomme, sehe ich in kleinen Pförtnerhäuschen Männer sitzen. Wie ich im Laufe der nächsten Tage feststelle, sind sie mit Maschinengewehren bewaffnet. Anscheinend eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, die mir jedoch bewusst werden lässt, dass man nicht überall so friedlich lebt wie in Deutschland.
Diese Erfahrung bestätigt sich in den nächsten Tagen wiederholt. Immer, wenn ich das Hotel verlasse, begegne ich bettelnden Kindern, die sicher auch den ein oder anderen unaufmerksamen Reisenden um Geld und Wertgegenstände erleichtern. Angesichts ihrer ärmlichen Kleidung fühle ich durchaus Verständnis, bin jedoch am Ende meines Urlaubs trotzdem froh, dass ich unbehelligt geblieben bin.
Das Hotel jedenfalls ist eine wahre Oase inmitten all der Armut. Über die ganze Anlage verteilen sich hübsch hergerichtete Häuschen, deren Zimmer mit allem denkbaren Komfort ausgestattet sind. Das Rote Meer ist sozusagen gleich nebenan, so dass ich am nächsten Tag bereits in aller Früh mit der Schnorchelausrüstung am Strand stehe. Noch ist hier nicht viel los, obwohl die Temperaturen gefühlsmäßig bereits an die 30 Grad heranreichen. Als ich entdecke, dass die Riffe nur wenige Meter weit vom Ufer entfernt sind, ahne ich Böses. Doch als ich schließlich in die Unterwasserwelt eintauche, bestätigen sich meine Befürchtungen nicht. Dort unten erwartet mich eine wunderschöne Korallenlandschaft, deren Farben im Licht der frühen Sonne leuchten. Die zahlreichen Fische, die ich immer wieder zu Gesicht bekomme, tragen ebenfalls die buntesten Töne. Ich verbringe in diesem Urlaub viel Zeit unter Wasser, denn so sind die hohen Temperaturen bestens zu ertragen.
Dennoch sollen auch die am Land befindlichen Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz kommen.
Zuerst unternehme ich einen Ausflug ins Zentrum von Hurghada. Ein Taxi bringt mich dort hin. Zuvor habe ich den Fahrpreis ausgehandelt und nehme stark an, dass ich übers Ohr gehauen wurde. Aber selbst wenn. Was sind schon 40 Ägyptische Pfund, also umgerechnet ca. 5 Euro? Mein erster Eindruck der Stadt ist der einer Baustelle, die von allen Arbeitern verlassen wurde. Viele Häuser sehen halb verfallen oder nicht ganz fertig gebaut aus. Am Straßenrand stapelt sich Müll, Hunde streunen umher. Ich besichtige eine der zahlreichen Moscheen und bin von der feierlichen und majestätischen Stimmung beeindruckt. Schließlich schlendere ich über den Bazar und versuche mich der aufdringlichen Händler zu erwehren. Trotzdem ist es ein Erlebnis für sich: Die zahlreichen bunten Stoffe, der Geruch nach Fleisch und Gewürzen und die eben die lauten Stimmen der Verkäufer.
Das Hotel bietet verschiedene Ausflüge an, u.a. nach Luxor. Ich nehme teil und sitze wenig später in einem prall gefüllten Bus, der sich zusammen mit einem Konvoi von zahlreichen anderen Touristenbussen auf den Weg macht. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme. In Luxor selber ist der Karnak-Tempel unsere erste Station. Er ist dem Gott Amun gewidmet und seine Ausmaße sind gigantisch, unser Reiseführer berichtet uns von 260.000 qm . Entlang der Widderallee geht es zur Anlage. Hier ahnt man, wie Luxor einst als kleines Dorf aussah. Immer wieder sieht man Kinder umhertollen oder kleinere Herden von weidenden Ziegen.Wir schreiten durch das Eingangsportal, das in seiner Größe vollkommen zu der Anlage passt, die vor uns liegt. Eine prächtige Säulenhalle erwartete uns. Die Pfeiler sind sorgfältig mit Darstellungen verziert, welche die Götter und den gottgleichen Pharao ehren sollen.
Beeindruckend ist auch die riesige Statue Ramses des Zweiten, die auf einem der zahlreichen Höfe steht. Seine Frau Nefertari ist ungleich kleiner dargestellt, sie reicht ihm nur bis zum Knie. Uns bleiben nur zwei Stunden Zeit, um die Anlage zu besichtigen. Viel zu wenig Zeit, denn wir sehen nur einen Bruchteil dessen, was es zu sehen gibt.
So kehre ich aus Ägypten zurück, mit leisem Bedauern, nicht mehr von diesem faszinierenden Land gesehen zu haben. Doch die hoteleigenen Ausflüge waren mir zu teuer, um sie wiederholt zu nutzen. Ich nehme mir vor, beim nächsten Mal eine Rundfahrt zu buchen.
 

Bewertungen und Kommentare

Hans-Peter Hans-Peter
25.09.2007
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