Peking: Ausflug in die chinesische Küche
| Reisebericht von Barbarossa, Reisezeitraum Mai 2002 | nicht bewertet ![]() |
| Verfasst zur Region: China > China > Peking (Beijing) | Dieser Reisebericht wurde 897 Mal angeschaut |
| Im Mai 2002 machte ich mich auf den Weg nach Peking, um einen ehemaligen Arbeitskollegen zu besuchen und gemeinsam mit ihm authentische chinesische Küche zu erleben. Wie ich feststellte, hat Peking zahllose Restaurants und Imbisse zu bieten, in denen keineswegs immer nur landeseigenes Essen serviert wird, sondern auch Spezialitäten der französischen oder gar afrikanischen Küche. Wer jedoch, so wie wir es beabsichtigten, authentisch speisen will, der sollte dem Restaurant § Gold Cat Dumpling“ im Tuan Jie Hu Park. einen Besuch abstatten. Dort werden köstliche „Jiaozi“ serviert. Dabei handelt es sich um mit Lauch, Hackfleisch und Ei gefüllte Teigtaschen, wobei die Füllung variieren kann, wie mir Hannes mitteilte. Mit vielen anderen teilt er die Meinung, dass es sich bei dem chinesischen Gericht um einen potentiellen Vorläufer der Raviolo handelt. Zu den „Jiaozi“ gehört auch eine Art Tunke, die Essig, Sojasoße, Chilli und jede Menge Knoblauch beinhaltete. Die meisten chinesischen „Soßen“ beruhen auf diesen Bestandteilen. Wenn man schon in Peking weilt, so finde ich, sollte auch die „Pekingente“ nicht fehlen. Ihre Zubereitung ist aufwendig und anspruchsvoll, weshalb sie meist nur in speziellen Restaurants angeboten wird und auch nur dort gegessen werden sollte. Um die größtmögliche Auswahl mit hoher Qualität zu kombinieren, sollte man das „Quan Ju De Roast Duck Restaurant“ besuchen, welches sich in der Qian Men Avenue befindet. Die gut durchgegarte Ente wurde direkt am Tisch zerlegt. Die Haut bildete die Vorspeise und wurde uns appetitlich verpackt mit einer pikanten Soße in einem pfannkuchenähnlichen Teig serviert. Das Fleisch bildete den Hauptgang, wahlweise zusammen mit Reis oder Nudeln. Den krönenden Abschluss stellte eine kräftige Suppe dar, die aus den übrig gebliebenen Bestandteilen der Ente gekocht wurde. Eine außerordentlich stimmige und gut abgerundete Mahlzeit. Hannes lebt nun schon eine Weile hier in Peking und hat dank seiner chinesischen Frau mittlerweile auch einige Erfahrung hinsichtlich der regionalen Gerichte. Auf diese Weise lernte ich noch weitere chinesische Spezialitäten kennen. Als Vorspeise fertigten wir verschiedene „Dim Sum“an. Da es sich bei diesem Gericht einfach nur um kleine Happen handelt, die in ihren Bestandteilen beliebig variieren können, kann ich hier nur ein paar mögliche Beispiele liefern. Es waren verschiedene Knödel, die wir mit Kleingehacktem füllten wie Lauch, Pilzen, Garnelen, Sojasprossen und Huhn. Auch süße Variante mit Banane gab es. Die Knödel wurden kurz in heißem Fett frittiert. Die Hauptspeise hieß „yuqiu donggu“ und bestand aus mit Fischbällchen gefüllten Pilzen. Zum Abschluss gab es wie traditionell üblich wieder eine Suppe, diesmal eine „suanla tang“ Suppe. Die Zubereitung nahm etwas mehr Zeit in Anspruch, da das Schweinefleisch mit Sojasoße und Reiswein mariniert werden musste. Hinzukamen verschiedene Pilzsorten, Sojasprossen, Chinakohl, Ei, Erdnussöl und natürlich Chili. Allesamt schmeckte vorzüglich. Die abschließende Suppe hinterließ ein angenehmes Sättigungsgefühl, das nichts mit Überfüllung gemein hatte. Seit diesem Urlaub gehört (gut zubereitetes) chinesisches Essen eindeutig zu meinen Favoriten. |
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