Mit dem Rad um den Bodensee

Reisebericht von scalar54, Reisezeitraum August 2013 nicht bewertet report_rating
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Bodensee Radtour vom 07.08.2013-12.08.2013

1.Tag 07.08.2013
Endlich ist es soweit, unsere lange geplante Radtour zum Bodensee
beginnt.Andreas, Johannes und ich treffen uns gegen 9Uhr, verladen die
Fahrräder auf dem Auto von Johannes und starten gut gelaunt gegen 10
Uhr in Richtung Konstanz.Die Anfahrt zum Bodensee verläuft gut, wir
erreichen gegen 15 Uhr Konstanz, wo wir unser erstes Quartier im
Gasthof Traube im Stadtteil Konstanz Staad beziehen.
Nachdem wir hier sehr herzlich empfangen wurden, starten wir auch
sogleich zur ersten kurzen Tour ins Zentrum von Konstanz.
Wir besichtigen das Stadtzentrum, genießen bei herrlichem
Sonnenschein diesen wunderbaren Tag am Rheinufer, und bestaunen
zwei mutige junge Männer die von einer ziemlich hohen Brücke ins
Kristallklare Rheinwasser springen um hier zu schwimmen .
Am frühen Abend machen wir einen Abstecher in den Fährhafen von
Konstanz, sitzen am Seeufer, und erleben einen fantastischen
Sonnenuntergang über dem Bodensee.Den Tag lassen wir dann
gemütlich im Biergarten im Gasthof Traube ausklingen, an diesem
ersten Tag haben wir etwa 10 Kilometer zurück gelegt .


2.Tag 08.08.2013
Wir haben alle sehr gut geschlafen, allerdings verheißt der erste Blick
aus dem Fenster nichts gutes. Es regnet in Strömen, aber dadurch
lassen wir uns unsere gute Laune nicht trüben.
Nach einem guten Frühstück geht es endlich los, es regnet immer noch
aber nicht mehr so stark, gegen 10 Uhr starten wir, fahren durch
Konstanz, entlang des Rheinufers , und überqueren um 10:25 den
Grenzübergang Konstanz -Tägerwillen / Schweiz
Wir sind nun in der Schweiz, der Regen hat nachgelassen, die gute
Laune steigt, wir freuen uns nun auf den schönen Tag der vor uns liegt.
Aber schon eine Stunde später verdunkelt sich wieder der Himmel,
der Regen hat uns eingeholt, und nun geht es richtig los, es schüttet
die ganze Zeit, aber ans Aufgeben denkt keiner von uns, wir lassen
den Regen Regen sein und radeln trotzdem gut gelaunt weiter, Johannes
stimmt sogar ein Lied an , und weiter geht die Fahrt durch die Schweiz,
Trotz Regen haben wir immer wieder sehr schöne Ausblicke über den
Bodensee, die Schweizer Berge geben ein fantastisches Panorama ab,
und es sieht einfach toll aus, wenn durch den Regen ab und zu die Sonne
auf die Wasseroberfläche und auf die Berge scheint.
In Steckborn / Schweiz , rutscht Andreas auf den nassen Schienen der
Schweizer Bundesbahn aus, und stürzt mit dem Rad, aber er hat Glück
und zieht sich nur einige Schürfwunden zu .Gegen Mittag erreichen wir
die schöne Stadt Stein am Rhein. Petrus meint es heute nicht gut mit uns.
Es regnet immer noch , wir sind nass bis auf die Haut, trotz Regenjacken,
eine nette Frau aus Stein am Rhein erklärt uns die Wappen und Symbole
die auf dem Stadttor zu sehen sind. Von einer Stadtbesichtigung sehen
ab, da wir keine Lust haben, im Regen durch die Stadt zu laufen, wir
wollen weiter, denn unser nächstes Ziel, den Rheinfall wollen wir doch
möglichst bald erreichen. Unterwegs finden wir plötzlich am Rand des
Fahrradweges einen Mirabellen Baum, mit herrlichen goldgelben
Früchten. Natürlich machen wir hier wieder einen kurzen Zwischen-
stopp, lassen uns diese zuckersüßen Früchte schmecken, bevor es
weitergeht.
Dann am frühen Nachmittag reißt plötzlich der Himmel so richtig auf ,
und nun kommt es uns vor , als würde der gesamte Bodensee
über uns ausgeschüttet, so stark regnet es nun, wir flüchten in eine
Pizzeria , wo wir erst mal Pause machen, uns bei einer guten Pizza
stärken und auch ein wenig trocknen können. Johannes schickt
nun ein Stoßgebet zu Petrus, und als ob er es gehört hat ,hört es endlich
auf zu regnen , wir radeln auch sofort los, und geben nun Vollgas, als
wollten wir von dem nächsten Regenschauer flüchten.
Endlich. Gegen 17 Uhr erreichen wir Schaffhausen, und die
Sonne scheint , endlich ein Lichtblick an diesem Tag.
Wir fahren durch die Stadt hoch zur Jugendherberge Belair , die
hoch über der Stadt liegt. Auch hier werden wir sehr freundlich
begrüßt , der Empfang ist sehr herzlich, es ist zwar ein altes
Gebäude, aber wir sind trotzdem angenehm überrascht , hier herrscht
eine angenehme Atmosphäre, die Zimmer sind gemütlich eingerichtet,
allerdings ist Johannes jetzt doch K O , er zieht es vor erst mal eine
Runde zu schlafen , Andreas und ich wollen davon nichts wissen ,
nachdem wir geduscht und erfrischt sind, geht es sofort weiter, wir
wollen ja noch weiter zum Rheinfall, also ab auf die Drahtesel und los
geht’s , gut gelaunt, die Abendliche Sonne lacht, als wir gegen 18 Uhr
Neuhaussen erreichen ,und kurz darauf endlich den ersten Blick auf
diesen fantastischen Wasserfall werfen können. Wir fahren auch gleich
mit dem Schiff zum Aussichtsfelsen am Rheinfall, das Schiff schaukelt
ganz ordentlich , wir ersteigen die Aussichtsplattform auf dem Felsen ,
der herrliche Ausblick hier , über die tosenden Wassermassen entschädigt
uns für den verregneten Tag . Es ist schon beachtlich zu sehen , wie hier
600 000 Liter Wasser in der Sekunde über die Klippen des Rheinfalls
in die Tiefe stürzen, nachdem wir das alles ca. eine Stunde genossen
haben , fahren wir mit dem Schiff zurück ans Ufer in Neuhausen ,
von wo Andreas und ich weiter radeln zum Schloss Laufen , hier
genießen wir vom anderen Ufer aus nochmal einen herrlichen Ausblick
auf den Rheinfall, und radeln fröhlich gegen 20 Uhr zurück zur
Jugendherberge. Da wir jetzt richtig Hunger haben , gehen wir 3
dann runter in die Stadt Schaffhausen, bummeln durchs Zentrum ,
essen erst mal gut , lassen dann den Tag bei einem Eis als Nachtisch
ausklingen, an diesem Tag haben wir ca.73 Kilometer zurück gelegt.

3.Tag 09.08.2013
Auch hier in der Jugendherberge haben wir sehr gut geschlafen ,
wir frühstücken ausgiebig , und lassen den Tag langsam angehen.
Der Abschied von Schaffhausen fällt uns schwer, denn hier war es doch
sehr schön, aber wir müssen ja weiter, also geht es gestärkt und gut
gelaunt gegen 9:30 weiter , wir haben uns vorgenommen über
Radolfzell-weiter nach Ludwigshafen am Bodensee und von dort
weiter nach Überlingen zu radeln, aber als wir wieder Stein am Rhein
erreichen , fängt es erneut ziemlich stark zu regnen an , deswegen
ändern wir kurzerhand unseren Tour Plan , und radeln zurück nach
Konstanz , denn die geplante Strecke wäre doch ziemlich weit
gewesen, und bei strömendem Regen wollten wir uns das dann doch
nicht antun. Nachdem wir Stein am Rhein hinter uns gelassen haben ,
kehren wir in Ermatingen am Bodenseeufer in einem Café ein, wo wir
die letzten Schweizer Franken für einen guten Kaffee und ein Stück
Kuchen ausgeben. Als wir das Café verlassen reißt endlich der
Himmel auf , und die Sonne strahlt von Ihrer schönsten Seite.
Wir erreichen am frühen Nachmittag wieder Konstanz , besorgen uns hier
etwas Reiseproviant , sitzen am Ufer des Bodensees , kühlen unsere
Füße im Wasser, denn nun endlich brennt die Sonne vom Himmel ,
nachdem wir uns hier am Ufer bei einem Picknick gestärkt haben ,
fahren wir am frühen Abend mit der Fähre über den Bodensee
nach Meersburg, und radeln weiter nach Unteruhldingen. Über dem
Bodensee geht jetzt die Sonne unter, die Schweizer Berge werden in
ein fantastisches Licht getaucht, wir erreichen gegen 19 Uhr
Unteruhldingen, von hier aus geht’s weiter in den Stadtteil
Mühlhofen , wo wir im Bodensee Hotel nach weiteren 73 Kilometern
unser drittes Quartier beziehen, duschen , und bei einem sehr guten
Abendessen und kühlem Bier den Tag im Restaurant in diesem tollen
3 Sterne Hotel ausklingen lassen.


4 .Tag 10.08.2013
Wir erwachen nach einem guten und erholsamen Schlaf, am frühen
Morgen, die Sonne scheint mit voller Kraft, als müsse sie die zwei
verregneten Tage am Anfang unserer Tour wieder gut machen.
Dadurch haben wir beste Laune , als wir uns an einem reichhaltigem
Frühstücks Buffet für den bevorstehenden Tag stärken.
Nachdem Frühstück brennt die Sonne so richtig los , es ist erst 9:30
aber es ist schon richtig heiß, endlich , nun kann es ja nur noch besser
werden , nachdem wir uns von dem freundlichen Personal in diesem
tollen Hotel verabschiedet haben , radeln wir zu den Pfahlbauten in
Unteruhldingen , die wir hier besichtigen , es ist hier sehr schön ,
wir staunen über vieles, was es hier zu sehen gibt , radeln gegen 13 Uhr
weiter , aber nicht sehr weit , denn die Sonne brennt erbarmungslos ,
also beschließen wir, uns am Bodenseeufer niederzulassen ,wir
schwimmen, liegen faul in der Sonne und lassen es uns gut gehen.
So muss Urlaub sein, Herz was willst Du mehr ?
Nachdem wir fast den ganzen Nachmittag mit Schwimmen und
faulenzen verbracht haben , geht es am frühen Nachmittag weiter, wir
machen einen Zwischenstopp in Meersburg, bummeln durch diese
fantastische Altstadt, bestaunen die vielen Malereien an den Häusern ,
und fahren am frühen Abend weiter nach Friedrichshafen ,wo wir
im Gasthof Krone einkehren, und bei einem kühlen Bier und gutem
Abendessen diesen herrlichen Tag in gemütlicher Runde ausklingen
lassen .Heute haben wir nur ca.32 Kilometer zurück gelegt.

5 Tag 11.08.2013
Wieder scheint die Sonne , ein herrlicher Tag erwartet uns, schon
beim Frühstück auf der Terrasse ist es richtig heiß.
Wir radeln gegen 10 Uhr los, besichtigen in Friedrichshafen das
Zeppelin Museum, danach radeln wir zum Zeppelin Flughafen ,
wo wir einen Zeppelin beim Starten und Landen beobachten, wir
sind beeindruckt , wie groß so eine fliegende Zigarre doch ist , wenn
man sie aus nächster Nähe sieht. Gegen Mittag nehmen wir einen
kleinen Imbiss zu uns , und ab geht’s auf einem fantastischem
Radweg , immer am Bodensee entlang , vorbei an duftenden
Wiesen und sehr schönen Gebäuden mit herrlichen Fassaden -
-malereien , treffen unterwegs einen Stand wo wir Zuckersüße
Erdbeeren kaufen und diese am Bodenseeufer genießen .
Am frühen Nachmittag treffen wir in Lindau ein , hier staunen wir
über die prächtige Hafeneinfahrt, der Blick über den Bodensee zum
Österreichischem Ufer ist unbeschreiblich schön, die Sonne die so
langsam über den Bergen im See zu versinken scheint , malt ein
herrliches Bild auf die Wasser Oberfläche. Es ist hier so schön, wir
lassen uns viel Zeit in diesem herrlichen Hafen von Lindau , um das
alles ausgiebig zu genießen. Aber es nützt nichts, wir müssen weiter,
und so radeln wir gegen 20 Uhr in einen unbeschreiblich schönen
Sonnenuntergang hinein in Richtung Österreich .
Wir radeln durch ein herrliches Waldgebiet, und stehen ganz
plötzlich vor einem Straßenschild , das uns ankündigt :
Herzlich Willkommen im Vorarlberg / Republik Österreich .
Wir sind über die Grenze geradelt , ohne es zu merken, aber wir
freuen uns, wir sind fröhlich, gut gelaunt , und so manches mal
erklingt von uns :Jo mir san mim Radl do. Die Berge hier leuchten
in der untergehenden Sonne in Ihrer herrlichsten Farbe , je weiter wir
in die Berge radeln , umso schöner wird es, jetzt sind wir zwar etwas
weiter vom Bodensee entfernt, aber es ist unbeschreiblich schön hier,
gegen 21:30 erreichen wir dann Hohenweiler bei Bregenz wo wir ,
nachdem wir eine sehr schöne gemütliche Ferienwohnung bezogen haben
den Abend in geselliger Runde mit vielen netten Österreichern
bei einem guten Wein und einer sehr gut schmeckenden Brettljause
und in guter musikalischer Stimmung ausklingen lassen.
Andreas und Johannes sind nun doch ziemlich müde , und ziehen sich
gegen 23 Uhr zum schlafen zurück . Ich bleibe noch etwas in diesem
schönen Heurigen Lokal , es ist eine so schöne gemütliche Stimmung
hier, und als der Wirt mich noch zu einem Wein einlädt kann ich schlecht
Nein sagen, und so trinken wir einige Gläschen zusammen und plaudern
über diese schöne Tour, nach einem fantastische Tag ist es dann doch
weit nach Mitternacht , als ich dann auch müde , aber zufrieden ins
Bett falle,
Wir sind uns alle 3 einig, das dieser Tag der schönste von allen war,
zurückgelegt haben wir heute etwa 55 Kilometer.

6.Tag 12.08.2013
Wir erwachen wieder bei fantastischem Sonnenschein, der Blick der
sich uns über die Berge des Vorarlbergs bietet ist so unbeschreiblich
schön, es tut weh, wenn wir daran denken, das heute der letzte Tag
dieser wunderbaren Radtour ist . Wir genießen ein fantastisches
Bauernfrühstück, dabei dieser herrliche Blick von unserer Sonnenterrasse
über die Berge und Wälder, die Freundlichkeit und Herzlichkeit der
Familie Egon Gruber, die uns hier so herzlich empfangen hat , macht uns
den Abschied schwer. Gegen 9.30 geht es dann aber doch los, schweren
Herzens starten wir und radeln los in Richtung Bregenz, machen in
Lochau einen kurzen Zwischenstopp am Bodenseeufer, bestaunen noch
einmal die herrliche Strandpromenade mit den schönen Segelbooten ,
und radeln dann weiter bis zur Strandpromenade von Bregenz. Hier
besichtigen wir die Festspielbühne, lassen uns hier am Seeufer viel Zeit ,
wir wollen diese Herrlichkeit noch einmal in uns aufsaugen , bevor wir
weiter radeln .Auch von hier aus führt ein wunderbarer Radweg entlang
des Bodensees , immer direkt am Wasser entlang. Die Sonne brennt ,
als wollte sie uns zu einer Verlängerung dieser schönen Tour einladen.
Bei Rorschach überqueren wir erneut die Grenze zur Schweiz,es ist nun
gegen Mittag, Andreas lässt es sich nicht nehmen noch einmal im See zu
schwimmen. Da wir aber direkt weiter wollen, verzichten Johannes und
ich auf ein Bad. Es geht schließlich weiter über Arbon nach Salmsach ,
wo sich zwei Störche direkt am Radweg niederlassen , und sich von
uns nicht stören lassen. Der Blick über den Bodensee auf die Gipfel der
Schweizer Berge, und am anderen Seeufer auf die Berge Österreichs
ist auch hier unbeschreiblich schön.Der Abschied fällt schwer.
Weiter geht es in Richtung Kreuzlingen , wo wir gegen 21 Uhr die
Grenze zur BRD überqueren, hier essen wir einen letzten Imbiss ,
fahren dann weiter nach Konstanz-Staad, wo wir gegen 22 Uhr zur
Heimreise starten,an diesem Tag habe wir 95 Kilometer zurück gelegt,
die gesamte Tour betrug für uns 338 Kilometer , es waren sechs
fantastische Tage, wir haben viel erlebt, viel gelacht, viele nette Leute
kennen gelernt , und diese wunderbare Radtour wird uns noch lange
in guter Erinnerung bleiben, wir waren ein Super Team,
Andreas Schmitt,
Johannes Isinger und
Georg Schmidt
 

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