Paris im Herbst

Reisebericht von Dommey, Reisezeitraum November 2006 Durchschnittliche Bewertung report_rating
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Paris im Herbst

Was schenkt man seiner Freundin, wenn man keine Idee hat und sie sich trotzdem freuen soll? Richtig eine Reise nach Paris.
Da sie glücklicherweise im Herbst Geburtstag hat, gab es auch günstige Last Minute Angebote für die Nebensaison.
Mit dem Bus von Eurotours ging es vom Hauptbahnhof los auf die ein paar Stunden dauernde Reise.
Leider wurden es noch einige mehr, da der Bus ca. 8 Hotels des Disneyparks abklapperte und Horden von Jugendlichen ausspuckte. Ansonsten war die Fahrt auch nicht völlig stressfrei, da viele ihre Schuhe zum Schlafen auszogen, was nicht wirklich dem Klima zugute kam.
Nach durchfahrener Nacht kamen wir endlich am Busbahnhof West in Paris an, von wo wir erstmal den Weg zum Hotel per Metro finden mussten. wir hatten und nach Erlebnisberichten von Bekannten auf nicht sehr freundliche Franzosen eingerichtet, wurden jedoch während der ganzen Reise überaus zuvorkommend behandelt, wie auch hier. Der Mann am Infoschalter erklärte uns ausfürhrlich, wie wir am schnellsten unser Ziel erreichen würden und welche Fahrkarte für unsere 5 Tage die günstigste wäre.
Das Hotel lag sehr schön in einem verkehrsberuhigtem Viertel, in dem sogar ein täglicher Markt stattfand.
Am ersten Tag besuchten wir gleich Versailles, da wir hofften den Besucherströmen zu entgehen. Per Regionalbahn kamen wir am Bahnhof in Versailles an, von dem man noch einen Viertelstündigen Fußweg bewältigen muss, bevor man vor den imposanten Toren der Schloßanlage steht, die durch ein paar Baustellen nur am Rande beeinträchtigt wurden.
Den Eingang konnte man aufgrund der ca. 60 Meter langen Menschenschlange nicht verfehlen, es ging jedoch so schnell voran, dass wir nach einer 3/4 Stunde unsere Taschen abgeben und den Audioguide in Empfang nehmen konnten.
Die folgenden vier Stunden verbrachten wir damit, im Schlendern alle 323 Programme der Guides abzuhören, bis wir schließlich im Spiegelsaal ankamen, der wegen Restaurierungsarbeiten leider komplett verkleidet war. Anschließend gönnten wir uns noch eine Rundfahrt mit dem Bähnchen, die allerdings eher um den Park herumführte als hindurch.
Zurück in Paris leistete ich mir die größte Ausgabe, indem ich meine Freundin in einem typischen französischen Restaurant ausführte.
Am nächsten Tag ging es zum unvermeidlichen Besuch auf dem Eiffelturm. Ich dachte mir ja insgeheim, dass es nicht so spektakulär sein würde, da die Höhe im Vergleich zu anderen Bauwerken ja nicht gerade heraussticht, aber ich wurde eines besseren belehrt. Allein die Fahrt hinauf ist ein besondes Ereignis, da die Stahlkonstruktion immer besondere Ausblicke bietet. Oben angekommen hat man vor allem bei Nacht wirklich eine herrlichen Blick auf ganz Paris, die glitzernde Beleuchtung, die alle halbe Stunde angeworfen wird tut ihr übriges. Dass wir wirklich in der Nebensaison waren, merkten wir daran, dass wir irgendwann die eine Seite völlig für uns allein hatten. Nur am Rande sahen wir ein amerikanisches Paar miteinander reden. Erst als sie plötzlich in Tränen ausbrach, und wir ein wenig näher gingen (jeder ist ja ein wenig neugierig) bemerkten wir, dass er ihr wohl gerade einen Heiratsantrag gemacht hatte, was schon ein besonderes Gefühl bei uns bewirkte.
An den anderen Tagen besuchten wir noch mehrere andere Sehenswürdigkeiten, wie den Arc de Triumphe auf der Champs Elyssee und der Grande Arche, der übrigens auf der Aussichtsplattform interessante experimentelle Kunst zeigt.
Auch die Museen durften natürlich nicht zu kurz kommen. Der Louvre war wie erwartet monumental, von der Mona Lisa ist man allerdings enttäuscht, da es wirklich ein winziges Gemälde ist.
Überrascht hat uns entgegen das für uns eher unbekannte Musée d'Orsay. Dort sind viele Werke von Monet, van Gogh und anderen Meistern zu sehen und ist auf jeden fall empfehlenswert.
Wo uns Orsay positiv auffiel, enttäuschte uns das Centre Pompidou. Es gibt sicherlich einige herausragende zeitgenössische Kunstwerke und Installationen, jedoch auch vieles mit dem wir nichts anfangen konnten, aber wahrscheinlich verstehen wir einfach zu wenig von Kunst ;)
So gingen fünf sehr schöne aber auch anstregende (Nie mit Frauen in die Galleries LaFayette gehen!) Tage zu Ende, die Heimfahrt wurde nochmal eine Odysee, da nun wirklich 20 Disneypark Hotels abgefahren wurden.
 

Bewertungen und Kommentare

queeny queeny
28.06.2007
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