Straßburg und der schöne Christkindlmarkt

Reisebericht von Hermann_K, Reisezeitraum Dezember 2006 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Frankreich  > Frankreich Landesinnere  > Straßburg Dieser Reisebericht wurde 3903 Mal angeschaut
 
Schon oft hatten meine Frau und ich gehört, wie schön doch der Christkindlmarkt in Straßburg sein sollte. So beschlossen wir einen kleinen Ausflug dorthin zu machen. Wir wollten im Hotel Beaucour übernachten, das uns von Bekannten empfohlen worden war und uns die Stadt innerhalb von drei Tagen etwas näher ansehen.
Wir fuhren mit dem Auto. Als wir uns Straßburg näherten, konnten wir immer wieder die Kathedrale zwischen den Häusern hervor blitzen sehen. Eine sehr schöne Einstimmung.
Das Hotel war schnell gefunden und wir stellten unser Auto im benachbarten Parkhaus ab. Zum Hotel selber möchte ich hier nicht allzu viele Worte verlieren, denn Näheres können Sie unter „Hotelbewertungen“ nachlesen. Nur so viel soll gesagt sein, dass es uns den an sich schon sehr schönen Aufenthalt noch weiter versüßte.
Als erstes schlenderten wir durch die schöne Altstadt und das Viertel „Petit France“. Überall standen Fachwerkhäuser, herrlich anzusehen mit ihrem weißen Putz, ihren schweren dunklen Holzbalken, den hölzernen Fensterläden und den Balkonen, die im Sommer sicherlich von Blumen überquollen. Wir schlenderten entlang eines kleinen Kanals, wie es sie so viele in der Stadt gibt. Es war außerordentlich viel los in der Stadt. Anscheinend zog es viele Menschen nach hier her, um die weihnachtliche Vorfreude gebührend genießen zu können. Wir hoben uns den Markt für den nächsten Tag auf und zogen uns erst einmal in unser Hotel zurück.
Den nächsten Tag gingen wir gemütlich an. Wir schliefen lange aus und frühstückten ausgiebig. Dann machten wir uns auf den Weg zum Münster. Der war nun wahrlich nicht weit, denn wir konnten das prachtvolle gotische Bauwerk bereits von unserem Zimmer aus sehen. Da es noch zu hell war, versprühte der Christkindlmarkt noch nicht ganz seinen erwarteten Charme. Also beschlossen wir, erst einmal das Münster von innen zu besichtigen. Und wir werden nicht enttäuscht. Die Monumentalität seiner äußeren Erscheinung wird dem Inneren vollkommen gerecht. Klein und unwichtig kommt man sich vor, wenn man durch die hohen Hallen schreitet. Weit oben spannt sich in breiten Bögen das Deckengewölbe. Die Wände sind mit zahlreichen fein gearbeiteten Teppichen geschmückt. Aus den buntverglasten Fenstern fällt gedämpftes Licht ins dunkle Innere. Besonders die Fensterrosette hat es meiner Frau und mir angetan. Wie eine Blume mit unzähligen Blütenblättern wirkt sie, weiß und gelb erstrahlend.
Doch schließlich geht es wieder hinaus auf den Markt. Dunkler ist es natürlich noch nicht geworden, doch wir fühlen uns nach dem Kirchenbesuch wunderbar eingestimmt.
Wir kamen an vielen schön hergerichtete Buden vorbei. Meine Frau konnte natürlich nichts anders und musste jede einzelne genaustens besichtigen. So waren wir schnell um ein paar zierliche Strohsterne, acht seltene Engelsfigürchen aus einer speziellen Kollektion und ein paar Duftkerzen reicher. Wie schon am Vortag waren viele Menschen unterwegs, doch nun waren es sogar noch mehr. Das Gedränge wurde uns schließlich doch etwas arg, so dass wir schließlich pausierten und uns an einem Stand Glühwein und eine Rote gönnten.
Später ging es weiter und wie schon am Vortag wir stellten fest, dass man sich bei dem weihnachtlichen Herrichten der Stadt viel Mühe gegeben hatte. Entlang der Häuser standen zahlreiche Laubbäumchen, die kahl gewesen wären, wenn sie nicht so schön geschmückt gewesen wären. Irgendwie erinnerte uns dieser Anblick an den schönen Maibaum-Brauch.
Als es gegen später endlich dämmerte, kam die ganze Schönheit des Marktes zur Geltung. Der Weihnachtsbaum mit seinen blauen Kugeln erstrahlte vom künstlichen Kerzenlicht, viele der altehrwürdigen Fachwerkhäuser wurden in sanften Rot- und Orangetönen bestrahlt. Auf einem Platz spielte eine kleine Kapelle, deren Mitglieder sich allesamt als Weihnachtsmänner verkleidet hatten. Feierlich klang „Oh du Fröhliche“ durch die Straßen und über allem lag der Duft von Räucherwerk, gebrannten Mandeln und Glühwein.
Es waren wunderschöne drei Tage, die uns noch lange im Gedächtnis haften werden. Auch dieses Jahr planen wir in der Weihnachtszeit einen kleinen Ausflug nach Frankreich.
 

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