Korsika

Reisebericht von Dodo78, Reisezeitraum Juni 2005 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Frankreich  > Korsika Dieser Reisebericht wurde 3578 Mal angeschaut
 
Vor zwei Jahren zog es uns auf Frankreichs Insel Korsika. Eigentlich ist Korsika ein einziges Gebirge mitten im Meer mit traumhaften Stränden. Wir suchten einen erholsamen Badeurlaub kombiniert mit Spaziergängen, Kultur und Ausflügen im mediterranen Klima – und fanden alles!
So ging es bei eher regnerischem und kühlen Wetter in Deutschland mit dem Auto los. Wir wollten mit unserem Auto auf die Insel, da wir Korsika eben auch mit dem Auto erkunden wollten. Außerdem planten wir auf dem Rückweg noch einen Stop am Gardasee ein. Auf der Anreise sind wir bis Savonna in Italien durchgefahren. Hier ging es am frühen Morgen mit der Fähre auf die Insel. Wir kamen im Nordwesten Korsikas an und stillten zuerst in L´Ile Rousse unseren Hunger. Über die Preise staunten wir nicht schlecht... es war und ist immer noch sehr teuer!
Anschließend fuhren wir über eine sehr kurvige und enge Straße nach Aleria. Hier stand unser Bungalow, den wir reserviert hatten und wir genossen die Fahrt und die Landschaft. Unser Bungalow lag direkt am Strand war super ausgestattet. Gleich am nächsten Morgen gingen wir in Aleria einkaufen, um unseren Vorrat aufzufüllen. Bei den Preisen konnten wir nicht oft essen gehen. Aleria ist ein kleines, verschlafenes Nest an der Ostküste und der Strand feinsandig und wunderschön!
Am Nachmittag machten wir uns in die Region Fiumorba auf. Die Landschaft ist ein Traum: wir fuhren durch enge, kurvige Straßen, verschlafene Dörfer, Bergwald und dichtes Dornengestrüpp, das hier Macchia genannt wird. Plötzlich stand hinter einer Kurve eine Kuh mitten auf der Straße, aber auch wilde Schweine oder Ziegen überqueren die Fahrbahn. Es war also „tierisch“ viel los, Menschen sahen wir fast gar keine.
Tags darauf erkundeten wir das Bavella-Massiv im Südosten Korsikas. Es ist ein zerklüftetes und sehr eindrucksvolles Gebirge, der anfängliche Mischwald wird – je höher man kommt – von dichten Kiefernwäldern abgelöst. Vorbei ging es auch an einem Stausee bis wir wieder an der Küste, der Bucht von Porto-Vecchio, ankamen. Hier genossen wir einen Milchkaffee und beobachteten das Treiben am wunderschönen Sandstrand. Wir bekamen richtig Lust auf´s Baden und beschlossen, am nächsten Tag bei uns in Aleria an den Stand zu gehen. Wir legten einen faulen Badetag ein: Lesen und in der Sonne aalen lag heute auf dem Programm. In unserem Bungalow verwöhnen wir uns an den Abenden mit leckeren - und bezahlbaren – Köstlichkeiten und ließen die traumhaften Sonnenuntergänge auf uns wirken.
Tags darauf zog es uns wieder ins Bergland. Wie kann es auch anders sein auf Korsika? Wir erkundeten das Ascotal sowie das Restonicatal und genossen auch hier wieder während der Fahrt die Landschaft. Beide Täler sind wild zerklüftete Schluchten und man fährt sehr häufig eng an den Felsen entlang. Das Gebirge ist auf Korsika sehr hoch, selbst Skifahren ist hier möglich!
In Castifao besichtigten wir eine im Mittelalter erbaute Kirche, die während der französischen Revolution zerstört wurde. Die Ruinen sind aber immer noch eine Besichtigung wert, denn aus Platzmangel wurden die Gräber im inneren der Kirche angelegt.
Den nächsten Vormittag verbringen wir wieder mit süßem Nichtstun am Strand sowie Baden im herrlich angenehmen Meer. Am Nachmittag erkunden wir aber noch die umliegende Umgebung: Lagunen und Weinberge.
Tags darauf fuhren wir in die Region Castagniccia. In dieser dicht bewaldeten und bergigen Region genossen wir die traumhaften Ausblicke sowie die wunderschöne Landschaft, an der wir uns einfach nicht satt sehen konnten. Wir erkundeten bei Piedicroce ein altes Franziskanerkloster, das zwar schon ziemlich verfallen, aber immer noch schön anzusehen ist.
Am nächsten Tag stand etwas ganz anderes auf dem Programm: wir fuhren nach Bonifacio, um in dieser spektakulären Festungsstadt zu bummeln. Bonifacio liegt auf zerklüfteten Klippen direkt über dem Wasser – Wahnsinn! Nachdem wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten, bummelten wir durch die wunderschöne Altstadt mit ihren engen und verwinkelten Gässchen. Überall prägt die mächtige Zitadelle mit ihren Verteidigungsanlagen das Stadtbild. Den nächsten Tag verbrachten wir wieder mit Baden am Meer. Die Erholung durfte natürlich nicht zu kurz kommen! Es tat unheimlich gut, in der Sonne zu faulenzen und die Seele baumeln zu lassen. Gut, dass wir an diesem Tag am Meer waren, denn Tags darauf war das Wetter sehr ungemütlich. Bereits in der Nacht fing es an zu regnen und es hielt auch den nächsten Tag fast ununterbrochen an. So verbrachten wir fast die ganze Zeit in unserem Bungalow mit Spielen und Lesen. Zum Glück hatten wir unsere Gesellschaftsspielkiste dabei! Wegen des schlechten Wetters nutzten wir die Zeit, noch einmal im großen Supermarkt einkaufen zu gehen.
Am nächsten Morgen sah der Himmel immer noch sehr bedeckt aus, aber wir wagte es und fuhren in den Norden Korsikas zum Cap Corse. Dies ist der nördlichste Punkt der Insel, den wir erkunden wollten. Die Fahrt schlängelte sich an der Küste entlang durch kleine, verschlafene Küstenorte und an Leuchttürmen vorbei. Am Nachmittag hellte der Himmel Gott sei Dank wieder auf, sodass wir uns in dem kleinen Fischerort Centuri Port einen leckeren Milchkaffee gönnten. Am Col de Teghime genossen wir die tolle Aussicht, bevor wir wieder die Rückfahrt nach Aleria antraten.
Am letzten Tag lagen wir wieder am Strand und badeten im Meer. Wir wollten noch einmal Sonne tanken, bevor es wieder nach Hause ging. Abends mussten wir dann packen und fuhren mitten in der Nacht nach Savonna, um dort die Frühfähre zu bekommen. Es war gut, dass wir nach unserer Ankunft in Italien nur noch bis zum Gardasee fahren mussten. Dort übernachteten wir in einer günstigen Pension und fuhren am nächsten Morgen endgültig nach Hause.
Wir genossen Korsika sehr und kommen gerne wieder!!!
 
 

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