Eine Woche sparsame Rundreise durch (Süd-)Frankreich

Reisebericht von Binweg_Klaus, Reisezeitraum August 2004 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Frankreich  > Mittelmeerküste Dieser Reisebericht wurde 8127 Mal angeschaut
 
Wir wussten nicht wohin wir fahren sollten, und das Geld war momentan auch nicht so üppig. Deshalb fuhren wir kurzentschlossen mit dem Auto nach Frankreich. Meine Freundin war noch nie in Frankreich, weshalb ich es ihr nicht vorenthalten wollte.

Wir planten einfach durch das Land zu fahren und dann an der Mittelmeerküste einige Städte anzuschauen. Wir ließen uns Zeit und wir hatten Campinggepäck dabei Wir fuhren keine Autobahnen sondern ausschließlich Bundesstraßen, die ja meistens gut ausgebaut sind.

Wir fanden schon die unzähligen Dörfer und kleinen Städte auf dem Weg durch Frankreich sehenswert. Mir bleiben oft stehen und legten längere Pausen ein. Kauften in einem Supermarkt Camembert oder Brie (was wohl der Unterscheid ist?) und Baguette, und schauten uns die Gegend an. Abseits der vielbefahrenen Bundesstraßen scheint hier alles tot zu sein. Uns war es recht. Wir fanden immer einen Platz zum Picknicken.

Als wir in die Nähe von Lyon kamen, suchten wir uns einen Zeltplatz und übernachteten auf den unbequemen Luftmatratzen, aber was will man machen? Für ein Iglozelt ist übrigens auch in der Hauptsaison auf jeden Campingplatz noch ein Plätzchen frei. Der Unterschied macht häufig die Rezeption: Zwar kann ich behaupten einigermaßen Französisch sprechen zu können, was allerdings nicht heißt, dass ich die Franzosen verstehen würde. Schnell wird erklärt, wie man sich anmelden muss, oder auf was man achten muss... zweimal wurde nichts gesagt. Irgendwie denke ich, es wäre besser gar kein Wort Französisch gelernt zu haben. Meine Freundin amüsierte sich königlich....

Dann kamen wir nach Marseille. Die Stadt mit dem riesigen Hafen ist ein Ausflug wert, auch wenn sie rechts schmutzig erscheint. Wir fuhren weiter nach Montpellier. Dort besuchten wir eine Freundin, die dort ein Auslandssemester studiert. Wir wohnten in ihrer WG und lernten eigentlich nur weitere Deutsche kennen, die dort auch studierten. aber das machte nichts. Abends konnte man durch viele Kneipen ziehen und eine enge Spaß haben. Touristisch haben wir in Montpellier gar nichts gesehen, machte auch nichts.

Wir fuhren wieder zurück in Richtung Nizza. Immer schön an der Küste entlang, was bestimmt nicht immer ein Spaß ist, denn die Straßen hier sind immer überfüllt. Den Hafen von Saint-Tropez besichtigten wir ebenfalls. Die Yachten beeindruckten nicht nur uns, sondern auch viele andere Touristen, die hier waren. Trotzdem gefiel es uns so gut, dass wir in der Nähe den erstbesten Campingplatz nahmen und abends Essen gingen (was unsere Urlaubskasse sehr strapazierte).

Nach heißer Fahrt schauten wir uns Cannes an. Die Strandpromenade ist sehenswert, allerdings verstehen wir nicht ganz, was die Promiwelt hierher verschlägt. Wir liegen etwas am Strand, kauften uns wieder Käse und etwas Wein. So lies es sich leben. Seltsam, dass gerade die einfachen Dinge im Urlaub einen anderen Stellen wert haben, als zu Hause (Zu Hause würde mir nie einfach Käse und Baguette reichen zum Glücklichsein).

Nizza fanden wir besonders schön. Die Häuser sahen einfach toll aus. Zwar war die Stadt sehr voll und wir standen prompt im Stau, doch es gab viel zu sehen. Meine Freundin und ich packten an der Strandpromenade unsere Inliner aus und düsten stundenlang umher. Wirklich ein guter Platz. und irgendwie kamen mir hier die Franzosen etwas netter vor.

Ganz im Gegensatz zu Monaco. Pardon, das sind gar keine Franzosen sondern Monegassen. Dort fuhren wir mit unserem roten Flitzer die Rennstrecke ab. In der Casino-Kurve verlor ich durch langen Stau eine Menge an Zeit. Wir waren überrascht, dass man in Monaco viel über öffentliche Aufzüge erreicht. Und es macht wirklich einen sehr engen Eindruck. Wem hier ein Quadratmeter gehören sollte, ist reich. Soviel stand fest. Und wir waren es nicht. Soviel stand auch fest. Und die Bürger von Monaco hatten noch nie Touristen im Supermarkt gesehen. Soviel stand auch fast fest, denn irgendwie kamen wir uns beobachtet vor.

Meine Freundin und ich beschlossen, nicht nachdem wir noch einen erholsamen Tag am Strand verbrachten, Richtung Deutschland zu fahren. Etwas chaotisch dieser Urlaub, aber doch gelungen. Für jeden von uns kostete der Spaß für 7 Tage unter 200 €ur inklusive aller Spesen. Das soll uns mal jemand nachmachen!
 

Bewertungen und Kommentare

Hetti_87 Hetti_87
04.07.2007
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