Mílos und die Westkykladen Griechenlands

Reisebericht von Juergen72, Reisezeitraum September 2006 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Griechenland Dieser Reisebericht wurde 5070 Mal angeschaut
 
Meine Frau und ich wollten schon lange mal nach Griechenland. Allerdings suchten wir keinen typischen Pauschalurlaub, sondern wir wollten das ursprüngliche Land kennen lernen. Nach langen Überlegungen entschieden wir uns für die Insel Mílos, die zu den Westkykladen Griechenlands gehört, denn diese Insel ist eher ruhig und beschaulich sowie vom Massentourismus noch nicht vereinnahmt.
Die Anreise ist aus diesem Grund auch nicht ganz so einfach. Mílos ist viel zu klein für einen „normalen“ Flughafen, deshalb flogen wir zuerst nach Athen, um von dort aus weiter mit der Fähre auf die kleine Insel zu gelangen. Am späten Nachmittag legte die Fähre in Adamas an. Hier fanden wir für die erste Nacht eine kleine Pension und nachdem wir unser Gepäck abgelegt hatten, stärkten wir uns in einer der zahlreichen Tavernen. Genüsslich ließen wir den Abend ausklingen, genossen unsere ersten griechischen Spezialitäten sowie den Wein und fielen bald darauf erschöpft in die Betten. Am nächsten Morgen schliefen wir nicht so lange, schließlich hatten wir viel vor: wir wollten ein Auto mieten und damit die Insel erkunden. Mílos hat übrigens die Form eines Hufeisens und besitzt unzählige, traumhafte und einsame Strände. Zuerst fuhren wir Richtung Norden nach Plaka, der eigentlichen Hauptstadt der Insel. Plaka liegt mit anderen Bergdörfern zusammen auf einem Hochplateau und von manchen Stellen aus bekommt man ein beeindruckendes Panorama geboten. Hier findet man zahlreiche ursprüngliche Tavernen und Kaffeehäuser, aber auch moderne Cafés, Schmuck- und Souvenirläden. Die ersten beiden Orte, Adamas und Plaka, gehörten zu den aufregendsten Aufenthalten auf Mílos. Aber auch in Sarakiniko gingen am kleinen Sandstrand viele Menschen baden, sodass es dort ziemlich voll war. Die dortige Mondlandschaft aus weißen Bimssteinfelsen war sehr beeindruckend! Die anderen Fischerdörfchen lagen meist in einsamen Buchten und es ging dort ruhiger und beschaulicher zu. Unser nächstes Ziel war Pollonia, ein Ort, der ganz im Osten der Insel liegt. Hier fanden wir eine nette, ruhige Bucht, ein paar gemütliche Tavernen am Hafen und eine tolle Pension, die direkt am Meer lag! In den Tavernen ist es übrigens normal, dass alle zusammen sitzen. Meistens setzt sich auch der Wirt zu seinen Gästen dazu und man plaudert über Gott und die Welt. Überall auf Mílos fühlten wir uns herzlich aufgenommen und nicht als Fremde. Jeden Abend genossen wir bei gutem Wein die traumhaften Sonnenuntergänge und fühlten uns einfach nur wohl! Von Pollonia ging es in den Süden der Insel. Hier fanden wir die schönsten Strände. Der Sand ist fein und sauber und das Wasser sehr klar. Der bekannteste und gut besuchte Strand ist der von Paleochori. Es ist sehr beeindruckend, wie dieser Strand von Felsen eingerahmt wird, die in einer wahnsinnigen Farbenpracht schimmern. Schwefeladern durchziehen die Steilwände, sodass es bunt schimmert. Nicht umsonst wird Mílos auch „Insel der Farben“ genannt, denn die vulkanische Vergangenheit ist überall deutlich sichtbar. Eigentlich besteht der Strand von Paleochori aus drei Abschnitten, und wenn man von dem einen zu anderen möchte, muss man etwas über kleine Felsen klettern. Das machte uns echt viel Spaß! Außerdem trifft man hier auf heiße Quellen, die sogar die Fische anziehen. Der Strand ist eine Kombination aus Kies und Sand. Uns hat es hier so gut gefallen, dass wir hier ein paar Tage blieben und das Baden im Meer genossen. Hier im Süden besuchten wir noch mehrere Strände, den von Agia Kyriaki und das Kap von Tsigrado.
Nun ging es vom Süden der Insel über Ormos Milou wieder nach Adamas zurück. Ormos Milou ist der Golf von Mílos. Die Bucht ist sehr groß und man hat von vielen Stellen aus eine beeindruckende Sicht auf Adamas und Plaka.
Wir haben auf Mílos eine verschlafene Inselidylle gefunden, genau das, was wir gesucht hatten. Die Bewohner haben uns immer herzlich aufgenommen und wir konnten das ursprüngliche Griechenland kennen lernen. Wir haben unsere Reise sehr genossen und natürlich auch Mílos, die Insel der Farben!
 

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