Unsere Peleponnes-Rundreise

Reisebericht von amilo_63, Reisezeitraum August 2006 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Griechenland  > Peloponnes Dieser Reisebericht wurde 2941 Mal angeschaut
 
Schon lange träumten meine Frau und ich von einer großen Griechenlandrundreise – allerdings nicht mit einem vollen Reisebus, sondern ganz individuell und auf eigene Faust mit dem Wohnmobil. Letzten Sommer haben wir uns diesen Traum endlich erfüllt und fuhren auf die große Halbinsel im Südwesten Griechenlands. Nachdem wir einige Reiseführer gewälzt hatten, konnten wir uns über die ungefähre Route einig werden (dieser Reisebericht beinhaltet die Highlights).

Wir starten von Ulm aus in Richtung Italien, wo wir mit der Fähre nach Griechenland übersetzen wollen.
Über München und den Brenner-Pass (natürlich mit den obligatorischen Staus) geht es in Richtung Ancona. Als hätten wir es geahnt (schließlich waren in Deutschland und Italien noch Ferien), hatten wir schon im Vorfeld eine Zwischenübernachtung in der Nähe des Gardasees eingeplant. Gut ausgeschlafen setzen wir am nächsten Tag unsere Anreise nach Ancona fort. Die Einschiffung geht überraschend zügig vonstatten und so weht uns schon bald salzige Seeluft um die Nase.

In Igoumenitsa angekommen, gönnen uns einen Strandtag und fahren nach Kanali. Auf dem dortigen Campingplatz schlagen wir unser Lager auf. Endlich sind wir in Griechenland!

Über die Golfbrücke (ein beachtliches Bauwerk, dessen Fertigstellung Jahre in Anspruch genommen hat – was bei den Ausmaßen augenscheinlich auch völlig gerechtfertigt ist) geht es am nächsten Tag in Windeseile auf den Peleponnes. Am Strand von Killini verweilen wir bei griechischen Köstlichkeiten und Ouzo.

Auf guter Straße geht es problemlos nach Olympia, der Geburtsstätte der Olympischen Spiele. Der griechischen Mythologie zufolge trugen hier bereits Götter ihre sportlichen Wettkämpfe aus! Der erste historisch belegte Wettkampf zu Ehren Zeus fand 776 v. Chr. statt. Er wurde in Form einer riesigen Statue aus Gold und Elfenbein verehrt, die zu den sieben Weltwundern der Antike zählte. Mittlerweile stehen auf dem Gelände natürlich nur noch Grundmauern. Dennoch kann man sich den Ablauf der antiken Spiele recht gut vorstellen. Sportliche wagen sogar einen kleinen Wettlauf auf geschichtsträchtigem Boden. Ein Heidenspaß!

Nach so viel Kultur gönnen wir uns in den nächsten Tagen wieder Erholung und legen während unserer Weiterfahrt immer wieder längere Zwischenstopps an der Küste ein.

Ein weiteres Highlight erleben wir dann in Nauplia. In der charmanten Hafenstadt am Argolischen Golf laden an jeder Ecke kleine Cafés, Tavernen und Eisdielen dazu ein, die Seele baumeln zu lassen. Trotzdem wagen wir bei 35 Grad zu Fuß den Aufstieg zur Palamidi-Festung. Es sind 857 Stufen! Die Mühe lohnt sich: man hat einen traumhaften Blick über den Hafen, die Altstadt und das Umland. Trotzdem sind wir erledigt. Der Ausflug nach Epidauros wird kurzerhand um einen Tag nach hinten verschoben.

Ohnehin empfiehlt es sich, Epidauros am frühen Vormittag oder späten Abend zu besichtigen. Das verschlafene Örtchen wird tagsüber in regelmäßigen Abständen von großen Reisegruppen angefahren. Mit derart viel Trubel würde uns selbst die Besichtigung eines der besterhaltenen Amphitheater Griechenlands keine Freude machen, doch zum Glück erwischen wir eine ruhige Minute. Die antike Kultstätte des Heilgottes Asklepios stammt aus dem 3. bis 2. Jahrhundert v. Chr. und beeindruckt mit 14.000 Sitzplätzen und einer atemberaubenden Akustik. Wir haben es ausprobiert: man versteht jedes Wort, das in der Arena gesprochen wird, selbst wenn man in der obersten Reihe des Theaters sitzt.

Das letzte Highlight unserer Rundreise, wenngleich geografisch nicht mehr dem Peleponnes zugehörig, ist der Besuch der Tempelanlage von Delphi (mit Abstecher zum Kanal von Korinth bei der Hinfahrt). Diese liegt eingebettet in die ebenso schönen wie rauen Landschaft des Parnass-Gebirges und ist vor allem durch das Orakel von Delphi bekannt. Neben den gut erhaltenen Überresten des Apollon-Tempels und des Theaters gibt ein Museum Einblick in die Geschichte und Kultur des antiken Griechenlands.

Mit vielen Eindrücken im Gepäck treten wir die Heimreise an. Das war bestimmt nicht unser letzter Griechenlandurlaub!
 

Bewertungen und Kommentare

Fado Fado
11.09.2007
Ein schönes Reiseziel! report_rating
 
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