Cornwall: St. Ives, Newquay, Bodmin

Reisebericht von elli, Reisezeitraum Juli 2001 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Groß-Britannien  > Großbritannien  > St. Ives Dieser Reisebericht wurde 9259 Mal angeschaut
 
"Cornwall - wo war das doch gleich?" "In England." "Schon klar, aber wo genau?" "Unten links, am Zipfel" "Häh?" "Dort wo die Rosamunde Pilcher Filme spielen!" "Aaaaaaahhhhsooo. Sag das doch gleich."  
[bild 1 links] Mal abgesehen, dass die Rosamunde Pilcher Filme zwar vorgeben in Cornwall zu spielen, aber meines Wissens nach in der Bretagne gedreht werden, ist das ein sicherer Weg, um zumindest Frauen die Lage des südwestlichsten Landesteiles von England zu erklären. Dieses Gespräch habe ich ungelogen bestimmt schon 5 Mal in dieser Form geführt. Die Grafschaft grenzt an Devon und ist aufgrund des milden Klimas durch den Ärmelkanal die "Kornkammer" Englands. Hier wächst neben Palmen (kein Witz) nämlich auch Getreide. Die Landwirtschaft ist also neben dem Tourismus die größte Einnahmequelle. 
Heute gebe ich euch mal einen kleinen Überblick über drei meiner Lieblingsorte (alle sehenswerten Attraktionen in Cornwall zu beschreiben, würde diesen Bericht sprengen).

St. Ives
[bild 2 rechts] Der berühmte Badeort ist an sich ein kleines, beschauliches Fischerdorf, in dem sich mittlerweile viel Kunsthandwerk angesiedelt hat und die Ruhe förmlich in der Luft liegt. Zumindest bis im Sommer die Touristen einfallen und die engen Gassen und vielen Cafés lebhaft bevölkern. Dann wird St. Ives, meiner Meinung nach eines der schönsten Fleckchen der Erde, verständlicherweise zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. Wer einmal den breiten Sandstrand und das türkisblaue Wasser gesehen hat, weiß warum. Zum Abschalten empfiehlt es sich, nachmittags den typischen "Cornish Cream Tea" zu versuchen. Das ist eine spezielle Form des Five O`Clock Tea, bei dem Scones (das sind süße Brötchen), Clotted Cream (so eine Art Schlagsahne) und englische Konfitüre gereicht werden. Und Tee natürlich. Sehr lecker! Wer will, kann in St. Ives auch auf Spurensuche gehen: die englische Schriftstellerin Virginia Wolf verbrachte hier einige Sommer als Kind und Jugendliche. Reminiszenzen an St. Ives und Cornwall finden sich unter anderem in ihren Romanen "Jacob`s Room" und "To The Lighthouse".
 
Newquay  
Newquay ist DAS Surferparadies schlechthin und wird daher besonders im Sommer von all den jungen, hippen, knackigen *grins* Sportlern bevölkert. Am Fistral Beach (einer der 11 Strände) werden in regelmäßigen Abständen auch internationale Wettkämpfe ausgetragen. In der Stadt kann man gut shoppen. Es gibt viele Klamotten-Läden (hauptsächlich sportiv-lässig) sowie Ausrüster für Outdoor-Aktivitäten.
Bodmin  
[bild 3 links] Hier habe ich vor einigen Jahren eine Zeit lang gewohnt. Bodmin war vor sehr langer Zeit einmal die Hauptstadt Cornwalls und besitzt wie jedes prominente "Kaff" (besonders kosmopolitisch gibt sich der Ort mittlerweile nicht mehr) ein seltsame Attraktion: die Bestie des Bodmin Moores. Das Bodmin Moor ist Schauplatz von vielen Legenden und liegt einige Kilometer entfernt von Bodmin. Man kann hier Überreste aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit bewundern, im Pub Jamaica Inn (im Dörfchen Bolventor) den berühmten gleichnamigen Schmugglerroman von Daphne du Maurier auferstehen lassen oder eben die sagenumwobene Bestie suchen. Diese soll für den Verlust von unzähligen Schafen verantwortlich sein (Kehle durchgebissen) und die Form einer großen Raubkatze (Puma und Panther stehen Pate) haben. In Bodmin selbst gibt es ebenfalls einige Attraktionen: unter anderem ein Militärmuseum und ein Stadtmuseum. Trotzdem empfiehlt es sich, die Stadt zu verlassen und die prächtigen Herrenhäuser "Lanhydrock" und "Pencarrow" sowie deren großzügige Gartenanlagen zu bewundern. Beide Anwesen sind in wenigen Minuten mit einem Mietwagen zu erreichen. Wer es weniger historisch mag, sollte sich unbedingt das "Eden Project" anschauen, das ebenfalls nur wenige Meilen von Bodmin entfernt ist. Der riesige botanische Garten (es soll hier 100.000 Pflanzen aus ca. 5.000 Arten geben) liegt in weiten Teilen unter mehreren geodätischen Kuppeln (wabenförmige Oberfläche, aus Kunststoff). Diese dienten auch als Kulisse für den James Bond Film "Stirb an einem anderen Tag".
 

Fotos zum Reisebericht Cornwall: St. Ives, Newquay, Bodmin

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04.07.2007
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24.05.2007
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