Meine Schottlandrundreise: Teil 2 - Highlands (u.a. Inverness, Loch Ness)

Reisebericht von elli, Reisezeitraum August 2000 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Groß-Britannien  > Schottland Dieser Reisebericht wurde 4167 Mal angeschaut
 
Wenn man die Highlands erkunden möchte, nimmt man sich am besten ein Hotel in Inverness . Es ist die einzige „richtige“ Stadt in diesem Gebiet (ansonsten gibt es nur kleine Ortschaften und Siedlungen, wenngleich auch in Inverness, der Hauptstadt der Highlands , die Bürgersteige um 20 Uhr hochgeklappt werden). Von hier aus ist es nicht weit bis zum Loch Ness (wo das Ungeheuer Nessie wartet), den grünen Tälern, die man schon im Film „Braveheart“ bewundern konnte ( Glen Nevis – hier steht der höchste Berg Großbritanniens, der 1.344 Meter hohe Ben Nevis ), diversen alten Burgruinen und alten Kapellen, die sich in die malerische Landschaft einfügen, und und und…

Also gut – erster Punkt auf der Liste: Nessie suchen . Das war vielleicht eine Enttäuschung. Nicht, weil es das Ungeheuer nicht gibt, sondern weil das Areal um See derart touristisch aufgebauscht wurde, dass es einem fast leid um die schöne Landschaft tun könnte. Im Ort Drumnadrochit , dem Zentrum des ganzen touristischen Spuks direkt am See, gibt es ein „Loch Ness Exhibition Centre“ . Im Prinzip ist das ein kleiner, alter Charmebau im englischen Stil, in dessen Innerem eine multimediale Show mit Digitalen Projektionen, Laserquatsch und ähnlich überflüssigem Zeug geboten wird. Draußen gibt es einen Tümpel (nicht Loch Ness selbst), in dem ein Modell von Nessie planscht. Überteuerte Souvenirs kann man auch noch kaufen.
Eine bessere Alternative, wenngleich von mir nicht ausprobiert, dürfte eine Tour des Anbieters Highland Experience Tours sein. Zum Beispiel die „Monsters, Mountains and Massacres“-Tour. Klingt gruselig, ist für Menschen mit wenig Zeit aber eine Option, denn innerhalb eines Tages macht man angeblich eine Whiskyverkostung, schippert über Loch Ness und hört einen Vortrag über die sagenumwobenen Wesen (ob Mensch, Tier oder Monster), die sich in den Highlands tummeln.
 
Ich mache auf eigene Faust weiter und fahre in Richtung Fort William.
 
Mitten im Nichts steht plötzlich eine Fish ’n’ Chips-Bude. Die Imbissbuden-Frau erzählt mir in kargen Worten und mit breitem schottischen Akzent, dass genau hier (sie zeigt auf den steilen Hang) die berühmte Schlacht aus dem Film „Braveheart“ gedreht wurde. Ich nicke, kaufe einen heißen, schwarzen Tee, um mich aufzuwärmen und schaue in die Landschaft . Viel Grün, viel Nebel , ich lasse die Szene noch einmal vor meinem inneren Auge ablaufen. Gleich biegt Mel Gibson um die Ecke und stürzt mit einem Schlachtruf in die Einöde. Ja, doch, könnte hinkommen. Im Vorfeld las ich, dass es während der sechswöchigen Dreharbeiten zu „Braveheart“ an Ort und Stelle durchgängig geregnet haben soll. Das kann ich mir heute leicht vorstellen. Ich habe genug und trete den Rückweg an.
 

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