Hongkong: Hochhäuser (mit Löchern), Tempel und Märkte

Reisebericht von Karin29, Reisezeitraum Mai 2001 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Hong Kong Dieser Reisebericht wurde 2509 Mal angeschaut
 
Eine meiner ersten Asien Reisen führte mich und meinen damaligen Freund u.a. nach Hongkong.
Der Flug schien ewig zu dauern, was bei gut 11 Stunden Flugzeit auch kein Wunder ist. Hinzu kam das gleichbleibend schlechte Wetter. Die starke Wolkenbildung versaute mir den schönen Ausblick. Dabei hatte ich mich mit meinem Freund noch um den Fensterplatz „gestritten“...
Am Flughafen angekommen, sammeln wir unser Gepäck ein und fahren mit dem Bus zum Hotel. Es liegt an der Südspitze von Kowloon, direkt an der Star Ferry und macht auf den ersten Blick einen gigantischen Eindruck. Gigantisch deshalb, weil es mitten in ein riesenhaftes Einkaufszentrum integriert ist! Doch auch an Gemütlichkeit mangelt es nicht. Wir verstauen unsere Sachen und fallen erst einmal erschöpft ins Bett, obwohl es draußen noch hell und zudem erst Nachmittag ist. Doch der kleine Schlummer tut uns ganz gut, am Abend sind wir wieder so weit fit, unsere nähere Umgebung zu erkunden. Denn der grandiose Blick aus dem Fenster, auf die Skyline von Hongkong, lockt.
Das nahe gelegene Büro der „Hongkong Toursit Association“ versorgt uns mit jede Menge Kartenmaterial, Broschüren und Flyern. Unsere erste Sehenswürdigkeit ist der einsame Uhrturm, der einsam an der Star Ferry steht. Er ist das einzige, was von dem alten Bahnhof, der hier einst stand übrig geblieben ist. Gesellschaft hat er heutzutage von einem schmalen Wasserbecken und Reihen sorgsam angepflanzter Bäume und Blumen.
Weiter geht’s durch den Kowloon Park, eine grüne Oase inmitten einer von aufragenden Hochhäusern und Asphaltwüsten dominierten Stadt. Wir verweilen etwas an dem großen See und lassen die erstaunliche Ruhe auf uns wirken, dann werfen wir uns wieder ins turbulente Stadtleben. Viele Einkaufstraßen ziehen kreuz und quer durch die Stadt, breite Straßen, auf denen Autos fahren, oder schmale Gassen, durch die sich Fußgängermassen drängen. Alles wirkt sehr bunt und üppig, seien es die Haufen günstig zu erwerbender Kleidung, die übereinander hängenden Stofftiere mit ihren riesigen Augen (für den Niedlichkeitseffekt) oder die mit Glitzerstaub und Spitze verzierten Handtaschen.
Den nächsten Tag begannen wir mit einem Spaziergang über Kowloons Märkte. Herrlich war die Blumenmarktstraße, die nicht nur den Seh-, sondern auch den Geruchssinn verzauberte. All die kleinen Läden hatten eine Auswahl ihrer Waren draußen vor ihrem Schaufenster aufgebaut. Nur schwer konnte ich mich losreißen, doch mein Freund konnte mich schließlich weglocken, indem er mich auf den Vogelmarkt hinwies, der gleich um die Ecke lag. Hier hingen überall Käfige, in denen es trillerte, zeterte und schwatzte. Während man die Tiere hier kaufen konnte, trafen sich nebenan im Vogelgarten diejenigen, die bereits stolze Besitzer eines Vögelchens waren und veranstalteten einen Sängerwettstreit. Natürlich der Vögel, nicht der Männer ;-)
Dann ging es mit der Fähre hinüber nach Hongkong Island. Hier verstärkte sich der erste Eindruck, den wir in Kowloon gewonnen hatten, nochmals. Überall riesige Hochhäuser, weite Plätze und Massen von Menschen! Wir fühlten uns plötzlich wie zwei Ameisen in einem Haufen.
In Aberdeen betrachteten wir fasziniert die bunt bemalten Boote, auf denen selbst heute noch einige die Familien der Bootsleute wohnen. Schließlich konnten wir doch nicht widerstehen und nahmen an einer Rundfahrt teil. Dieser Ausflug war absolut interessant, denn wir erfuhren viel Wissenswertes über das Leben und die Sitten der Bootsleute. Ein Muss bei einer Hongkongreise!
Die anschließende Tour über die Märkte von Aberdeen ähnelte der vom gestrigen Abend, allein deshalb, weil es mittlerweile wieder dunkel wurde.
Am nächsten Tag rief die Insel, genauer gesagt, Cheung Chau. Mit der Fähre geht’s hinüber. Die Insel ist eine wahre Erholung nach den Menschenmassen Hongkongs, den hier ist es wesentlich ruhiger. In diese Stimmung passt auch wunderbar der Pak Tai Tempel. Schön ist er, mit seinen goldenen Schriftzeichen an der Tür und den beiden Drachen auf dem Dach. 1793 wurde er erbaut und seitdem schützt Pak Tai die Menschen vor gefährlichen Epidemien.
Anschließend schlenderten wir durch die schönen kleinen Gassen. Auch hier sind viele Geschäfte, jedoch klein und unaufdringlich. Es duftete nach Räucherstäbchen. Am anderen Ende befindet sich der Strand. Hier bleiben wir eine ganze Weile und genießen das Rauschen des Meeres und den Blick auf die Inseln in der Ferne.
Gegen später dann zurück nach Hongkong Island.
Nun wollen wir hoch hinaus, um die ganze Stadt überblicken zu können. Unsere Touristeninfos empfehle dafür den „Victoria Peak“, den man bequem mit der Zahnradbahn erreichen kann. Zwar müssen wir erst einmal Schlange stehen, da viele andere Leute ebenfalls diese nicht so außergewöhnliche Idee zu haben schienen. Doch dank dem klaren Wetter lohnten sich all unsere Mühen. Unter uns tat sich ein Dschungel von Hochhäusern auf, die in der hereinbrechenden Dämmerung anfingen zu leuchten und zu glitzern vor künstlichem Licht. In einem der zahlreichen Restaurants aßen wir zu Abend, Reis mit Gemüse und Entenbrust , und betrachteten dabei das nächtliche Spektakel.
Während unserem Hongkong Urlaub mussten wir immer wieder erstaunt feststellen, wie sehr der Aberglauben in der chinesischen Kultur verwurzelt ist. Sogar im alltäglichen, wirtschaftlichen Leben! Das denkbar beste Beispiel findet sich in Repulse Bay, nämlich ein Haus mit einem Loch in der Mitte. Nein, das ist kein Versehen oder ein Unfall, denn durch Feng Shui erfuhr man, dass in dem dahinterliegenden Berg ein Drache wohnte, dem man dann auf keinen Fall die Flugbahn versperren wollte. Faszinierend.
 

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