Don Corleone auf der Spur... Unser Trip nach Sizilien

Reisebericht von Wuffel, Reisezeitraum August 2006 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Italien  > Sizilien & Liparische Inseln  > Sizilien Dieser Reisebericht wurde 4400 Mal angeschaut
 
Ah, Sizilia! Wer hat noch nie von der kleinen Insel südlich Italiens gehört, auf der (jedenfalls nach Mario Puzo) der „Der Pate“ Don Corleone über seine „familia“ schaltet und waltet?
Wir (2 Mädels, 3 Kerle) wollten nun endlich einmal die Geburtsstätte der italienischen Mafia auf eigene Faust entdecken.
Nach einem einstimmenden Filmabend (drei Mal dürft ihr raten, welchen Film wir gesehen haben) ging es am nächsten Tag los gen Catania.

Auf dem sizilianischen Flughafen angekommen, sehen wir uns sogleich neugierig um. Wo sind die Männer in dunkler Kleidung, mit ihren schwarzen verspiegelten Sonnenbrillen und gut unter der Kleidung verborgenen Pistolen? Doch leider können wir keinen Mafiosi entdecken. Stattdessen umwuseln uns bis an den Rand der Geschmacklosigkeit bunt gekleidete Urlauber. Naja, dann schnappen wir uns mal den Bus und fahren ins Zentrum von Catania. Da wir uns recht spontan für diesen Trip entscheiden haben, müssen wir uns jetzt zuerst ein Hotel suchen, was uns auch ohne größere Probleme gelingt. Es ist klein, sauber und vom Zimmer aus hat man einen tollen Blick auf den Ätna. Was will man mehr?
Schnell sind unsere Sachen in den Schränken verstaut und wir starten die Stadterkundung.
Dabei kommen wir auch an einem noch halbwegs erhaltenen römischen Theater vorbei, wie ich es eher auf dem italienischen Festland erwartet hätte. Es muss früher mal ziemlich groß gewesen sein, auch wenn man das heute nur noch vermuten kann.
Als wir auf einen größeren Platz treten, müssen Anja und ich erstmal lachen. Schließlich machen wir unsere etwas ratlosen männlichen Mitreisenden auf den dunklen Elefanten aufmerksam, der da vorne auf dem Brunnensockel steht, mit einem langen Pfeiler auf seinem Rücken. Die haben Ideen, die Sizilianer!
In einem Restaurant in der Nähe stärken wir uns mit Pasta allerart, dann beschließen wir nach Taormina zu fahren, denn der Reiseführer behauptet, dass es dort einen schönen Strand gibt. Genau das Richtige für einen kleinen Mittagsschlaf!
Wieder besteigen wir einen Bus und sind wenig später vor Ort. Am Strand ist dann zwar ziemlich viel los, aber wir finden noch ein Plätzchen. So vergeht der restliche Tag. Bei unserem abendlichen Spaziergang durch die schmalen Gassen der Stadt begegnen wir immer wieder verschiedenen Katzen, die gemütlich auf steinernen Mauern liegen und ebenso wie wir die letzten Strahlen der Sonne genießen. Erst lästern unsere Jungs noch, als Anja und ich dauernd zu den Katzen hingehen, um zu versuchen, sie zu streicheln, doch wenig später sind sie voll mit dabei.

Am nächsten Tag wollen wir uns den Ätna anschauen. Mit einem Mietauto fahren wir zur Porta dell Etna, doch hier oben ist es ziemlich neblig und es liegt sogar Schnee!! Dann die große Enttäuschung: Die Seilbahn ist wegen des schlechten Wetters außer Betrieb! Enttäuscht stapfen wir umher. Zwar lässt sich auch schon hier einiges an Lavagestein bestaunen, doch irgendwie ist das nicht dasselbe. Was nun? Da wir das Auto ja nun schon mal haben, fahren wir nach Siracusa. Dort besichtigen wir den archäologischen Park und streifen durch die antiken Tempel und Säulengänge.
Das griechische Theater lassen wir außen vor, (das römische hat uns bereits gereicht ;-)) und laufen stattdessen weiter zu den Felsgräbern. Hier ist auch das „Nymphaeum“, eine uralte Quelle, die einst den Musen geweiht war. Wir spekulieren, ob ein Schluck von dem Wasser uns möglicherweise zu irgendwelchen genialen Künsten inspirieren könnte, doch die lyrischen Ergüsse, die nach dem Trunk folgen, sind bzw. bleiben erschreckend banal.

Es folgen ein paar Faulenzer-Tage. Schwimmen, in der Sonne liegen… Einkaufen… Essen…

Am vorletzten Tag jedoch ist jedoch eines DER Highlights angesetzt. Palermo! Den ganzen Urlaub hindurch haben wir die Augen offen gehalten, doch weit und breit keine Mafiosis. Na gut, wenn sie nichts zu uns kommen, dann kommen wir halt zu ihnen.
Die Hauptstadt beeindruckt uns durch prächtige Gebäude. Allein die wuchtige Kathedrale mit ihren unzähligen Zinnen auf den Mauern! Es folgen viele weitere Kirchen und Theater, bis ich keine Ahnung mehr habe, was ich da alles gesehen habe. Den anderen geht es genauso. Da kommt der Englische Garten mit den knorrigen, schattenspendenden Bäumen gerade recht. Er ist wirklich schön, überall stehen Statuen zwischen dem Grün und Brunnen plätschern. Als wir gerade wieder auf der Suche nach einem Eis über einen der großen Plätze schlendern, sehen wir sie endlich! Die Mafiosis! In schwarzen Anzügen treten sie aus dem langgestreckten Gebäude, auf dem auch die sizilianische Flagge im Wind weht – und natürlich tragen sie dunkle Sonnenbrillen! Wir beobachten sie genau, doch sie verhalten sich unauffällig und schlendern über die Straße davon.
Zufrieden können wir am Abend nach Catania zurückfahren. Am nächsten Tag geht der Flieger zurück nach Deutschland.
Ciao, Don Corleone, Ciao Sizilia! Wir bleiben Freunde, nicht wahr?
 

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