Wanderung 2003 - Start: Südtirol, Ziel: Italien

Reisebericht von Asterix, Reisezeitraum September 2003 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Italien  > Südtirol / Trentino / Dolomiten Dieser Reisebericht wurde 1825 Mal angeschaut
 
Im September 2003 fahren vier Wanderbegeisterte, die sich über das Internet kennengelernt haben,   nach Südtirol. Dieses Mal wollen wir jedoch nicht (nur) die Dolomiten erkunden, sondern gleich weiter nach Italien in Richtung Trient marschieren.
  In Bauernkohlern, einer Ortschaft oberhalb von Bozen, treffen wir uns. Das Wetter ist angenehm. Leichte Bewölkung, jedoch kein Regen.
Auf geht es nach Deutschnofen. Die Zeit vergeht nur allzu schnell, denn wir legen ein zügiges Tempo vor. Schnellen Schrittes geht es durch dichte Wälder, über weite Wiesen und Felder. Schon von Weitem können wir die Dolomiten erspähen, die mit verstreichender Zeit immer näher rücken. Schon sind wir in Deutschnofen angekommen. Doch wir lassen es links liegen, denn unser eigentliches Ziel ist der Wallfahrtsort, Maria Weißenstein, der noch weiter im Süden liegt. Es geht recht steil hinauf und da die Sonne mittlerweile hinter den Wolken hervorgekommen ist, kommen wir auch ins Schwitzen.
Vor Ort machen wir Halt und besichtigen das Kloster. Angeblich erschien Maria hier dem Bergbauern Weißenstein, was dieser zum Anlass nahm, eine Kapelle zu gründen. Heute ist das Kloster zugleich eine Herberge. Mit den zahlreichen Fenstern und seinen Türmen sieht es fast aus wie ein Schloss. Wir gönnen uns einen kleinen Imbiss und kühle Getränke, dann geht es weiter zur Schmieder Alm, wo wir die Nacht verbringen werden.
  Am nächsten Tag geht es weiter. Diesmal ist unser Tagesziel der Nationalpark Trudner Horn, genauer gesagt, das Horn Alpe.
Die erste Station auf diesem Weg ist die Butterlochschlucht. Die Strecke führt uns durch langgezogene Waldgebiete. Sie sind für die Gegend typisch und besonders für ihren Artenreichtum bekannt. Naturinteressierte kommen hier voll auf ihre Kosten, denn es gibt jede Menge Schautafeln, die sogar anfangen zu zwitschern, wenn man den entsprechenden Knopf drückt. Wie man sich denken kann, sorgt das für allgemeine Erheiterung und unsere durchschnittliche Schrittgeschwindigkeit fällt steil nach unten ab. Trotzdem stehen wir irgendwann vor der Schlucht mit den rötlichen Wänden. Wir steigen hinab und bewundern dabei die Muster, die das Wasser einst in den Fels eingeprägt hat.
Weiter geht es auf dem Weg, bis wir nach Truden gelangen. Eine kurze Rast, ein leckeres Essen und weiter geht es. Und zwar immer bergauf. Als wir an unserem Ziel ankommen, sind wir entsprechend erschöpft. Doch allein der Ausblick rings herum entschädigt für Vieles. Wald, Berge und Wald, wohin man auch schaut.
  Am heutigen Tag verlassen wir den deutschsprachigen Raum. Das Dörfchen Gfrill, von dem aus man einen tollen Blick über das Etschtal hat, ist sozusagen der letzte Außenposten. Bye, bye Bozen, hello Trient! Weiter unten liegt auch die Salurner Klause mit der Haderburg. Lange, lange wandern wir durch den Salurner Wals, bis wir auf den „Lago Santo“ stoßen. Ein schönes Fleckchen, das zum Verweilen einlädt. Das tun wir dann auch und diskutieren darüber, ob man das plötzliche Abnehmen der Wegmarkierungen auf den „italien way of life“ zurückführen darf, oder nicht. Schließlich geht es hinab ins Cembratal. Hier ist der Maler Alfred Dürer ziemlich präsent, aber immerhin war es ja auch sein Wohnort. Schön ist es hier. Überall begegnen uns Weinberge. Eine gelungene Abwechslung zum dichten Wald.
  Auch am nächsten Tag, dem letzten unserer Wanderung, geht es weiter durch die Weinberge. Wir kommen an kleinen Dörfchen vorbei, die sicherlich tolle Erholungsorte abgeben würden, wenn sie bekannter wären. Schmale, schattige Gässchen, in denen die Leute am Mittag Siesta halten. Schon von weitem sehen wir die Erdpyramiden von Segonzano. Als wir schließlich vorbei kommen, sehen wir Genaueres: Auf den Spitzen aus brauner, trockener Erde ruhen flache Steine. Am Ende eines langen Tages kommen wir im Fersental an. Hier wird kurioser Weise Deutsch gesprochen. Das hängt mit irgendwelchen ganz speziellen Gegebenheiten zusammen, an die ich mich leider nicht mehr erinnern kann. Wir übernachten im Ort Palai, um nächsten Morgen mit dem Bus wieder nach Bozen zu fahren.
  Insgesamt waren es vier interessante, sehr abwechslungsreiche Tage. Wer nicht immer nur im deutschsprachigen Raum umherwandern, sondern auch mal was anderes sehen will, dem kann ich die Tour nur empfehlen.
 

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