Kajak fahren auf Elba

Reisebericht von Gunnar, Reisezeitraum September 2001 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Italien  > Toskana, Elba & Umbrien Dieser Reisebericht wurde 4604 Mal angeschaut
 
Ein guter Freund schwärmt schon lange vom Kajak fahren und meine Neugier auf den Wassersport wuchs. Vor ein paar Jahren im Herbst gesellte ich mich dann der Gruppe dazu und fuhr mit zum Kajak fahren auf Elba. Da es schon September war, entschieden wir uns für die Tour im Mittelmeer. Ziel war es, die Insel Elba zu umrunden.
Wir fuhren über die Schweiz nach Norditalien und in Piombino ging es mit der Fähre auf die Insel. Elba ist vom Festland Italien aus zu sehen, es sind nur zwölf Kilometer. An der Strandpromenade von Pioferraio (auf Elba) booteten wir ein, parkten das Auto und los ging es in Richtung Westen. Unser Ziel war, wie schon geschrieben, die Insel zu umrunden und aus östlicher Richtung in Pioferraio wieder einzutreffen. Die Luft- und Wassertemperaturen waren herrlich, leichte Wellen und ein wenig Wind begleiteten unsere Kajakgruppe. Am späten Nachmittag fanden wir auf einem kleinen Kiesstrand eine Übernachtungsmöglichkeit und wir schlugen unsere Zelte dort auf. Wir grillten am Feuer – dabei kam herrliche und romantische Urlaubsstimmung auf! Das Gläschen Rotwein sorgte für einen guten Schlaf.
Am nächsten Morgen wurden wir von dunklen Wolken und Regen geweckt. Nach einem ausgiebigen Frühstück paddelten wir trotzdem los, unsere Sachen hatten wir sicher in einer Regenschutzhülle verstaut. Trotz des Regens war es angenehm warm, doch auf dem Meer wurden die Wellen größer. Wir hatten starken Rückenwind und kamen schnell vorwärts. Zum Glück hatte es am Nachmittag nach mehreren Wolkenbrüchen aufgehört zu regnen. Die Suche nach einem brauchbaren Übernachtungsplatz erwies sich als schwierig, da die Küste fast ausschließlich aus steilen Felsen bestand. Also suchten wir wieder einen Kiesstrand und nach einiger Zeit fanden wir ein kleines Plätzchen, das gerade noch groß genug war, dass wir unsere Zelte dort aufschlagen konnten. Auf Grund scharfkantiger Felsen gestaltete sich die Landung als schwierig, aber wir hatten es geschafft. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, das Boot zu lenzen, unsere Sachen zu trocknen und stillten anschließend unseren großen Hunger.
Am nächsten Morgen kamen wir zwar noch halbwegs gut aus der Bucht raus, aber dann wurde es verdammt ungemütlich. Wolken türmten sich auf und ein Gewitter zog auf. Die Wellen wurden immer größer, sodass selbst die Haare nass wurden. Von der Insel kam Nebel auf und wir konnten das Ufer nur noch andeutungsweise erkennen. Das Paddeln machte unter diesen Bedingungen natürlich kein Spaß mehr, wir versuchten nur noch, irgendwie voran zu kommen. Zurück konnten wir auch nicht, da unsere Bucht inzwischen längst von den Wellen heimgesucht wurde. Total langsam kamen wir wieder an das Ufer einer kleinen Stadt, aber es war sehr schwierig, Kurs zu halten und den Strand anzusteuern. Irgendwie haben wir es geschafft und konnten an der kleinen Badebucht landen. Völlig erschöpft kamen wir dort an, unsere Boote waren bis zur Hälfte voll mit Wasser. Mit viel Mühe bauten wir am Strand unsere Zelte auf, es hörte einfach nicht auf zu regnen. Zuerst wollten wir hier den Sturm abwarten, aber unsere Zelte konnten dem starken Regen nicht standhalten. Der Strand wurde zu einem regelrechten Wasserfall und wir mussten uns notgedrungen einen anderen Platz suchen. So mussten wir auf einem Strandweg unsere Zelte erneut aufschlagen, aber um diese Zeit war hier sowieso nichts los. In der Nähe standen ein paar Ferienhäuser – natürlich unbewohnt. In der Nacht wurde der Sturm sogar noch schlimmer, auch am nächsten Tag beruhigte sich das Wasser nicht mehr. Wir saßen hoffnungslos fest und gingen in dem nahe gelegenen Ferienort Lebensmittel einkaufen. Wir entschieden uns dazu, die Elbaumrundung abzubrechen, erstens war das Wetter einfach viel zu schlecht und zweitens hätten wir das von der Zeit her nicht mehr geschafft. Die Strecke, die noch vor uns lag, war für unsere Urlaubswoche einfach noch zu lang. Zum Glück nahm uns ein Herr vom Feriendorf mit zu unserem Auto, sodass wir unsere Sachen zusammen packen konnten. Noch am gleichen Tag verließen wir Elba – leider bei immer noch schlechtem Wetter.
 

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