Romantisches Siena

Reisebericht von Baerchen, Reisezeitraum Juni 2005 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Italien  > Toskana, Elba & Umbrien  > Siena Dieser Reisebericht wurde 2899 Mal angeschaut
 
Auf unserer Italienreise 2005 durfte eine Stadt nicht fehlen – Siena.

Abgesehen von der Tatsache, dass die Stadt mit den kleinen, sich wild aneinanderschmiegenden Häuschen und den schmalen, romantischen Gässchen immer einen Besuch wert ist, spielen in unserem Fall persönliche Erinnerungen eine besondere Rolle. Immerhin haben mein Mann und ich unsere erste gemeinsame Reise hierher unternommen, wenige Monate, nachdem wir uns kennen gelernt hatten.
Der Piazzo del Campo heißt uns willkommen. Noch immer ist er Dreh- und Angelpunkt der Stadt, denn von hier aus kann man seine Erkundungen starten, in das Gewirr der Gassen eintauchen, nur um sich später wieder auf dem von Restaurants und Bars gesäumten Platz wieder zu finden. Auch jetzt zur späten Mittagszeit ist er dicht bevölkert von vielen jungen Leuten, die meisten sind wohl Studenten. Sie sitzen in kleineren und größeren Gruppen in der Mitte des kopfsteingepflasterten Platzes zusammen, essen Fastfood-Pizza und Eis. Ihr Lachen dringt zu uns herüber.
Ein Blick auf die draußen ausliegenden Karten der Restaurants lässt uns jedoch angesichts der hohen Preise beschließen, nur einmal essen gehen zu wollen und das soll dann abends sein.
So streifen wir nun erst mal durch die Gässchen und sind dabei froh, dass unser robusteres Schuhwerk mit von der Partie ist, denn es geht oftmals recht steil bergan. Stöckelschuhe und Ähnliches sind angesichts des überall anzutreffenden Kopfsteinpflasters die reine Tortur.
Natürlich besichtigen wir auch diesmal den berühmten Dom Santa Maria und stellen erneut fest, dass er sich für seine beinah 800 Jahre ziemlich gut gehalten hat. Wunderschön ist der Mamorfußboden, der in zahllosen bunten Mosaiken Geschichten aus der Bibel erzählt. Was für eine Arbeit seine Fertigung damals gewesen sein muss! Aber auch ein Blick nach oben lohnt sich, hinauf zum kunstvoll gemalten Sternenhimmel an der Decke der Kirche.
Als wir wieder draußen stehen, erinnere ich mich spontan an den Bogen am Museo dell'Opera Metropolitana. Wir steigen hinauf, (nachdem wir uns für 6 Euro eine Karte für das Museum gekauft haben) und wirklich, der traumhaften Ausblick hat nichts an Reit verloren. Zwischen den Dächern von Siena ragt auch der Zebradom auf, der seinen Namen der schwarz-weißen Musterung verdankt, mit der er im oberen Bereich geschmückt ist. Ein Erbe maurischer Baukunst.
Schließlich widmen wir uns noch dem, was Touristen ja meistens tun: Einkaufen. Das geht hervorragend in den vielen kleine Lädchen, die neben allerlei italienischen Spezialitäten wie Pesto, Wein und Nudeln (teilweise in sehr, naja, sagen wir „einfallsreichen Formen“) auch Kleidung und den üblichen Andenken-Kitsch bieten. Sie fügen sich so nahtlos an die übrigen Häuschen an, dass man ihnen teilweise nicht einmal ansieht, dass sie überhaupt Geschäfte sind! Ein wunderbarer Kontrast zu den Shopping-Tempeln in Deutschland und anderswo.
Mit unserer Ausbeute, ein paar Flaschen guten Weines und diversen Postkarten, kehren wir dann wieder zum Piazzo del Campo zurück. Mittlerweile schickt die tiefstehende Sonne schon ihr Abendlicht vom Himmel und lässt verleiht den Braun- und Ockertönen der umstehenden Gebäude zusätzliche Wärme. Unsere Mägen knurren bedenklich und so lassen wir in einem der kleinen Cafés bei Lasagne und Chianti einen wunderschönen Tag ausklingen. Wen überrascht es noch, dass die Innenstadt 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde?
Siena, wir werden wiederkommen.
 

Bewertungen und Kommentare

Gerd Gerd
04.07.2007
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