Havanna - nicht nur für Salsaholics

Reisebericht von Pascale_S, Reisezeitraum Februar 2004 Durchschnittliche Bewertung report_rating
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Havanna – nicht nur für Salsaholics

Am 1. Februar 2004 reiste ich mit einer Gruppe Mädels nach Kuba, ohne jegliche Reservationen, nur mit einem randvollen Rucksack und viel Interesse an Land, Leute, Kultur und natürlich Salsa. Wir versuchten in den zwei Wochen, welche wir auf dieser herrlichen Insel verbringen wollten, soviel wie möglich zu erleben und dabei auf alle unsere doch eher verschiedenen Bedürfnisse einzugehen.

Einen Direktflug nach Havanna war aus Zürich nicht möglich, somit flogen wir mit Horden Strandferien-Menschen nach Varadero und wussten nach dem langen Flug auch, dass wir dort garantiert nicht bleiben wollten. Varadero, eine mit Traumstrand und reichlich Hotelanlagen gespickte Halbinsel, hat mit dem wahren Kuba nur wenig gemein; Kubaner dürfen dort nur hin, wenn sie entweder dort arbeiten oder wohnen. Viele Kubaner sagen ‘ Varadero ist nicht Kuba, das ist ein anderes Land’. Das gleiche gilt übrigens auch für Cayo Coco (wobei hier noch nicht mal Kubaner wohnen).

Also machten wir um Varadero einen Bogen und sind direkt nach Havanna gereist.
Havanna muss einmal eine traumhaft schöne Stadt gewesen sein. Überall sieht man prachtvolle Bauten, welche jedoch alle in einem eher erbärmlichen Zustand sind. Teilweise kann man durch die Häuser durchsehen, könnte man… wenn nicht in diesen, für uns unbewohnbaren Ruinen, noch Wäsche zum Trocken an Seilen aufgehängt würde. Immerhin wurde zu der Zeit das Zentrum der Altstadt restauriert – gemächlich restauriert, u.a. mit Hilfe der UNESCO, die ‘Habana Vieja’ zum Weltkulturerbe erklärt hat. Aber auch das scheint oft mehr ein Herumbasteln an den Symptomen zu sein.

Die Altstadt von Havanna ist faszinierend; Verwitterte Prachtbauten, chromblitzende Cadillacs und pulsierende Salsa-Rhythmen. Eine Mischung aus karibischer Lebenslust und der Melancholie vergangener Tage macht Havanna für uns unwiderstehlich.

Die Kubaner sind sehr aufgeschlossen und gerade unsere Mädelgruppe war wohl ein sehr interessantes Target. Doch bedroht haben wir uns nie gefühlt, nur, v.a. die Blondinen unter uns, seeehhr angestarrt und irgendwie fremd… Es reichte eigentlich, wenn man mit einem bestimmten, aber freundlichen ‘Grazias’ sein Desinteresse kundtat. Dass die meisten Kubaner versuchen den Touristen ein paar Doller zu entlocken, ist angesichts der Monatsgehälter zwischen 10 und 20 Dollar nur verständlich. Klar gibt es in Havanna auch Gewalt, aber nicht mehr als in den meisten europäischen Grossstädten.
Centro Havanna, der Stadtteil zwischen Altstadt und dem modernen Vedado, ist eher uninteressant, auch wenn es hier einige sehr beeindruckende, alte Bauten gibt. Deren Zustand ist aber meist noch schlimmer als jener der Gebäude der Altstadt. In Vedado wechseln sich dann einige grössere, moderne Gebäude – meist Hotels – mit alten, wunderschönen Villen mit kühlen Zweckbauten ab.

Für die Übernachtung in Havanna entschieden wir uns für so genannte ‘Casa Particulares’, welche nicht nur viel preiswerter als Hotels sind, sondern auch automatisch den Kontakt zu den Einheimischen erlaubt. Als Tourist bezieht man für die gewünschte Zeit ein Zimmer bei einer Familie und erlebt somit den Kubaner fast ‘hautnah’. Unsere Familie, ein sehr gebildetes, älteres Paar, war so nett und interessiert, so aufgeschlossen und lieb, dass wir sehr viel Zeit mit ihnen verbrachten und oft fast nicht aus dem Haus raus kamen.
Diese Übernachtungsmöglichkeit ist nicht nur sehr viel preiswerter als die Hotels, welche gerade in Havanna stolze Preise verlangen, sondern ermöglicht einem wenigstens einen Teil der Urlaubskasse direkt den Kubaner zufliessen zu lassen.

Das Nachtleben in Havanna ist mit seinen Kinos, Theatern, Kabaretts und Nachklubs unvergleichlich, es pulsiert und v.a. es … tanzt. Alles, alle sind in Bewegung und der Takt ist vorgegeben!


 

Bewertungen und Kommentare

Fritz Fritz
09.09.2007
Kuba, und vor allem Havanna, das ist mein Traumziel. Toller, informativer Bericht. report_rating
 
Markus Markus
08.05.2007
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