Schwedischer Winter: Schneewandern und Scooter

Reisebericht von Asterix, Reisezeitraum Dezember 2004 nicht bewertet report_rating
Verfasst zur Region: Schweden  > Dalarna Dieser Reisebericht wurde 3147 Mal angeschaut
 
Im Dezember 2004 war Mal wieder ein Trip mit meinen beiden Kumpels fällig. „Frauen zu Hause lassen und richtig was erleben“ hieß das Motto.
Auf nach Schweden!
Wir wollten Wandern und Motorschlittenfahren, also packte ich viel warme Sachen ein. Die konnte ich auch gebrauchen! Als wir in Dalarna, also schon wieder in der Nähe von Norwegen, ankamen, hatte es - 20 Grad.
Als erstes stand die Wanderung an. Ziel: Der Nationalpark Fulufjäll. Der umfasst ein ziemlich großes Gebiet, so ungefähr 400 qkm. Gespannt waren wir vorallem auf den Njupeskär, den höchsten Wasserfall von ganz Schweden! Natürlich fließt er bei so einer Kälte nicht mehr, sondern ist zu Eis erstarrt. Als wir losliefen, war es zwar erst 15 Uhr, doch bereits ziemlich dämmrig. Hier im Norden wird es im Winter ja oft nicht wirklich hell. Irgendwie eine ganz krasse Stimmung, zum Glück hatten wir Taschenlampen mitgenommen. Wir zogen durch weite Schneelandschaften, aus denen nur hier und da Felsen und Nadelbäume herausragten. In dem teilweise doch recht hohen Schnee war es gar nicht so einfach voran zu kommen. Bald war uns nicht mehr kalt, sondern mollig warm. Irgendwann erreichten wir tatsächlich den Wasserfall. Genial! Lauter Eiszapfen glitzerten uns entgegen. 93 Meter gefrorenes Eis, Wahnsinn! Dann meinte Andi plötzlich: „Hey, da klettern welche!“ Tatsächlich, kaum zu glauben! Da waren Eiskletterer auf dem Wasserfall untrewegs, fast nur noch als schwarze Punkte zu erkennen. Geil! Wir wurden sofort neidisch, denn wir hatten uns schon öfter überlegt einen Kurs in Eisklettern zu machen. Jetzt machen wir es auf jeden Fall!
Als nächstes war die Motorschlittenfahrt fällig. Es war noch kälter geworden als vorher, nämlich – 26 Grad! Egal, wir verpackten uns in Kleidung, bis wir aussahen wie drei wandelnde Würste. Der Verleiher sah uns zwar etwas entgeistert an und erzählte uns, wie leicht man sich bei der Kälte und dem Fahrtwind Erfrierungen holen kann, doch wir waren nicht zu bremsen. Los ging's! Am Anfang gingen wir noch vorsichtig an das unvertraute Gefährt ran. Wir merkten sehr schnell, dass wir in den Kurven nicht allzu schnell fahren sollten. Immerhin ist das Teil an sich schon schwer genug...Der Scooter zog verdammt gut. Es war total geil, wir zischten entlang der markierten Route vorbei an schneebeladenen Tannen und über plötzlich auftauchende Hügel. Zwischendurch legten wir an einer Hütte eine Rast ein, um die Kälte wieder aus den Knochen zu bekommen. Man darf sie nun mal doch nicht unterschätzen... Das Highlight dieses Tages aber war definitiv die Begegnung mit den Rentieren. Von weitem hatten wir in der Nähe des Berges ein dunklen Schatten durch den Schnee traben sehen. Wir fuhren näher heran und hielten nahe eines kleinen Wäldchens. Von dort hatte man einen guten Blick ins Tal hinunter. Und dort unten waren sie, eine ganze Herde von Rentieren! Sicher um die 20! Wir blieben ganz lange bewegungslos sitzen und beobachten sie, wie sie im Schnee ihr Futter suchten. Irgendwann merkten wir, dass es recht dunkel wurde und außerdem verdammt kalt.
Wir rissen uns los und fuhren auf möglichst direktem Weg wieder zur Hütte zurück. Als wir ankamen, waren trotz unzählligen Schichten Kleidung total durchgefroren! Deshalb waren wir sehr dankbar, als uns der alte Mann spontan heißen Tee anbot. Und da soll noch einer sagen, die Nordlichter wären unfreundlich!
 
 

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