Andalusien – der Orient Europas

Reisebericht von Britta79, Reisezeitraum September 2003 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Spanien  > Andalusien Dieser Reisebericht wurde 2334 Mal angeschaut
 
Während meines Studiums musste ich Spanisch lernen – zugegeben, manchmal tat ich es mir mit dem Lernen dieser Sprache schwer, aber die Reise nach Andalusien bestärkte mich sehr in meiner Motivation.
Meine Studienkollegin und Freundin begleitete mich, die ebenso fasziniert von Andalusien war. Wir flogen mit Ryanair nach Sevilla und wollten von dort aus mit Bus und Zug die Gegend erkunden. Noch zu Hause in Deutschland planten wir unsere Reise sehr genau und stellten fest, dass man in Spanien mit dem Bus sehr gut reisen kann. Es gibt auch die so genannten Nachtbusse, mit denen man über Nacht von der einen in die nächste Stadt kommt.
In Sevilla angekommen wurden wir sofort von der Stadt verzaubert, sie gefiel uns von Anfang an sehr gut! Rund um die Kathedrale befinden sich lauter gemütliche Tapas-Bars, verwunschene Ecken und Innenhöfe aus 1001er Nacht, Bögen, Brunnen und Blumenkübel geben der wunderschönen Altstadt ihren besonderen Flair. Die wunderschöne maurische Palastanlage Alcazar mit ihren orientalischen Ornamenten faszinierte uns sehr. In Sevilla gibt es viele Gebäude aus dem Erbe der Mauren, die der Stadt ihren orientalischen Flair verleihen. Wir besichtigten natürlich auch die Kathedrale, die übrigens die drittgrößte Kirche der Welt ist, und genossen vom Kirchturm aus die fantastische Sicht über die Stadt. Abends gingen wir immer in eine der urigen Tapas-Bars und tranken zu den leckeren Kleinigkeiten wie Knoblauchkartoffeln, Oliven und all die leckeren, gefüllten Teigtäschchen gutes Bier. Schade, dass es bei uns in Deutschland keine Tapas-Bars gibt, ich mag diese Lebensweise der Spanier sehr gerne. Die Siesta hielten wir ebenfalls immer ein und verweilten in schönen Gärten im Schatten.
Von Sevilla aus ging es mit dem Nachtbus nach Cordoba. Cordoba ist die Stadt der drei Kulturen, nämlich der christlichen, jüdischen und arabischen. Dies konnten wir im Museum der drei Kulturen eindrücklich kennen lernen. Natürlich hat auch Cordoba eine wunderschöne Altstadt mit tollen Innenhöfen, engen, verwinkelten Gässchen und alten Gebäuden. Das kulturelle Highlight ist die Mezquita von Cordoba. Früher, zur Zeit der Mauren, war die Mezquita eine große und luftige Moschee, doch anschließend wurde eine Kathedrale ohne Rücksicht auf Verluste in die Moschee hineingebaut. Dies kann man sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst gesehen hat, viele Dinge wie zum Beispiel die Altäre wirken ziemlich deplaziert. Es ist auf jeden Fall sehr interessant, sich die Mezquita anzusehen! Wir schlenderten durch das jüdische Viertel und besichtigten die letzte der ursprünglich 300 Synagogen. Natürlich durfte auch ein ausgedehnter Stadtbummel nicht fehlen
Die nächste Ziel unserer Andalusienreise war Granada. Hier besichtigten wir das Stadtviertel Albaicin, das auf einem der drei Bergrücken liegt. Es ist das älteste Stadtviertel von Granada, denn es entstand in der maurischen Zeit. Von Albaicin mit seinen überwiegend weiß getünchten Häusern hat man einen Blick auf die Alhambra. Sowohl diese Festung, als auch die Kathedrale Granadas haben wir kennen gelernt. Besonders die Alhambra mit ihren Säulen, arabischen Schriftzeichen sowie ihrem orientalischen Flair hat mich sehr fasziniert!
Ohne einen Tag am Meer zu verbringen fuhren wir gleich zu unserer letzten Station: Ronda. Die Kultur stand bei dieser Reise absolut im Mittelpunkt. Die Lage der Stadt Ronda ist einfach atemberaubend: Die Altstadt und die Neustadt sind durch die Schlucht Tajo getrennt und durch die Puente Nuevo verbunden! In Ronda befindet sich die älteste Stierkampfarena und es gibt alte Adelshäuser, in denen heute Museen untergebracht sind. Auch das arabische Erbe ist in der Stadt zu finden, besonders in den Innenhören mit ihren Arkaden. Einen Abend verbrachten wir wieder in einer wunderschönen und gemütlichen Tapas-Bar, aber am anderen Abend waren wir im Stadtpark, von dem man eine wunderbare Aussicht auf die Schlucht hat und genossen dort den Sonnenuntergang. Hier im Stadtpark war richtig was los: er ist ein Treffpunkt für die Spanier aller Altersgruppen und man unterhielt sich bis in den späten Abend hinein.
Von Ronda ging es schon wieder nach Sevilla. Hier konnten wir nur noch eine Nacht bleiben, bis uns Ruyanair wieder nach Frankfurt/Hahn brachte.
Natürlich ging unsere Reise – wie das immer so ist – viel zu schnell vorbei. Gerne kommen wir wieder hierher, es gibt immer noch so viel zu entdecken. Aber allein wegen der Tapas-Bars würde ich immer wieder nach Spanien reisen!
 

Bewertungen und Kommentare

Dudu Dudu
11.12.2009
Super Bericht. Schön ausführlich. report_rating
 
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