Gran Canaria: Mietwagen, Ferienhaus-Abzocke, Ausflugstipps

Reisebericht von hannover58, Reisezeitraum Mai 2007 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Spanien  > Gran Canaria Dieser Reisebericht wurde 5827 Mal angeschaut
 

Einige Tipps für Gran Canaria…
 
1.        Auf jeden Fall einen Mietwagen nehmen, denn dann ist man unabhängig und entkommt dem Massentourismus, der leider an vielen Ausflugszielen vorherrscht. Das Straßennetz auf Gran Canaria ist gut ausgebaut und es gibt große Verleihfirmen in allen touristischen Ballungsräumen. Man kann das Auto auch schon von Deutschland aus buchen (z.B. direkt über den Reiseveranstalter), aber ich bin der Meinung, dass der Preisvergleich vor Ort auf jeden Fall mehr bringt. Man muss sich nur die Zeit nehmen, bei drei oder vier Anbietern nach den Preisen zu fragen. Wir konnten auf diese Weise sogar ein Schnäppchen machen.
 
2.        Niemals auf die Apartment-/Urlaubsdomizil-/Ferienhaus-Abzocker hereinfallen, die sich im Bereich vor den Dünen Maspalomas tummeln. Nur ein kurzes Informationsgespräch ohne Verpflichtungen? Von wegen! Wir waren in der Tat dumm genug, um uns zu einem solchen Termin locken zu lassen. Mehrere Stunden dauerte es. Als wir dennoch nicht unterschreiben wollten, wurde der Herr Verkäufer erst aufdringlich, dann unhöflich und am Ende bedrohte er uns sogar! Erst als wir ebenfalls drohten (mit der Polizei) ließ man uns unter Protest gehen. Man denkt immer, so etwas sei nur eine Erfindung aus schlechten Fernsehreportagen… Also bitte: NICHT mitgehen und NICHTS unterschreiben.
 
3.        Ich wünschte, ich könnte noch den Besuch im Palmitos Park empfehlen (uns hat dieses blühende Paradies mit dem Orchideen- und Schmetterlingshaus, den vielen Vögeln, Palmen und Blumen sehr gut gefallen), aber leider wurde dieser bei den Bränden im Sommer dieses Jahres nahezu vollständig zerstört ( rund 80 Prozent des botanischen Areals sind den Bränden zum Opfer gefallen , habe ich gelesen). Der Park soll den Betreibern zufolge wieder aufgebaut werden. Dies dürfte aber einige Jahre in Anspruch nehmen.
 
4.        Was trotz der Brände weiterhin Bestand hat und sehr interessant ist, sind die Höhlen der Ureinwohner („Guanchen“), die offiziell 1873 entdeckt wurden. Der dazugehörige, archäologische Park nebst Museum liegt rund 30 Kilometer von Las Palmas entfernt, im Norden der Insel. In der „Cueva Pintada de Gáldar“ (der bemalten Höhle von Gáldar) gibt es, man ahnt es schon, alte Malereien zu entdecken. Sehr beeindruckend. Auch wenn wir sonst keine Freunde geführter Touren sind – eine Besichtigung macht nur Sinn, wenn man auch etwas über die Hintergründe erfährt (deren Schilderung würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen). Daher ist es in diesem Park zu Recht Pflicht, sich einer Führung anzuschließen. Die Kosten dafür sind mit 6 Euro relativ gering, zumal die Tour rund 1,5 Stunden dauert. Die Höhlen waren übrigens über 20 Jahre lang nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und wurden erst 2006 „wiedereröffnet“. Fotografieren und Filmen ist nicht gestattet.

Weitere Informationen zum Areal: http://www.cuevapintada.org  
(der Knopf zum Umstellen der Sprache von spanisch auf deutsch versteckt sich in der Ecke oben links)
 

Bewertungen und Kommentare

Charlie Charlie
22.07.2009
Toller Bericht. Danke für die nützlichen Tipps. report_rating
 
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