Menorca - Naturbelassene Schönheit

Reisebericht von grinsekatze, Reisezeitraum Juni 2006 Durchschnittliche Bewertung report_rating
Verfasst zur Region: Spanien  > Menorca Dieser Reisebericht wurde 3474 Mal angeschaut
 
Wir (meine Frau, mein Tochter, 13, und ich) waren im letzten Urlaub auf Menorca. Spanien sollte es schon sein, aber nicht unbedingt Mallorca. Daher machte die kleine Schwester der Partyhochburg das Rennen. Die nordöstlichste der Balearen ist noch nicht so überlaufen wie die meisten anderen spanischen Inseln und bietet vor allem viel Natur. Seit 1993 ist fast die Hälfte der Insel ein Naturschutzgebiet. Damals erklärte die Unesco die Insel zum Reserva de Biosfera, zum Biosphärenreservat. Das überzeugte uns – zumal wie ohnehin keine Fans des Massentourismus sind.

Das beeinflusste natürlich auch unsere Hotelwahl. Große Betonklötzer mit 500 Betten – ohne uns. Wir buchten das Jardin de Menorca, etwas außerhalb von Son Bou. Die Hotelanlage im Süden Menorcas ist überschaubar (knapp 150 Appartments) und besteht aus 2- bis 4-stöckigen Ferienhäuschen in inseltypischer Architektur. Mit dem Mietwagen kommt man vom Hotel aus überall gut hin und wenn man mal einen faulen Strandtag einlegen will, ist der mit 2,4 Kilometern längste Strand der Insel auch nicht weit.


Wir besichtigten natürlich die zwei größten Städte Menorcas: Maó (spanisch: Mahón) und Ciutadella (spanisch: Ciudadela).


Maó , wie sie auf Katalan heißt, ist seit 1722 die Inselhauptstadt. Zu dieser Zeit waren englische Besatzer auf der Insel. Spuren davon findet man vor allem in der Architektur. Historische Überbleibsel, deren Geschichte weiter zurückreicht, sind aber eher rar. So ist das Stadttor Pont de Sant Roc, erbaut um das Jahr 1500, das einzig erhaltene Tor der mittelalterlichen Stadtmauer.

Berühmt ist Maó vor allem durch seinen schönen Naturhafen, der (wie man uns sagte) der größte Naturhafen nach Pearl Habour auf Hawai sei. Angeblich soll der Hafen dermaßen viel Eindruck auf Admiral Andrea Doria gemacht haben, dass er ausrief: „Juli, August und Mahón, das sind die schönsten Häfen des Mittelmeeres". Keine Ahnung, ob da was dran ist. Wir würden uns dem Ausspruch aber anschließen. Wir flanierten ein wenig an der Promenade entlang (hier gibt es auch nette, kleine Cafés und Restaurants die fangfrischen Fisch offerieren) und ließen das Ganze auf uns wirken.

Der Hauptplatz der historischen Innenstadt heißt Placa de Esplanada. Von hier aus erreicht man über die Fußgängerzone (meine Tochter war vom Angebot enttäuscht – naja, Teenager eben) den Fisch- und Gemüsemarkt. Dieser liegt im Kreuzgang eines ehemaligen Klosters. Man hat einen traumhaften Ausblick über den Hafen.



Die zweite Stadt, die wir uns anschauten, war Ciutadella . Der ehemalige Bischofssitz ist auch die frühere Hauptstadt Menorcas. Sie liegt auf der Westseite der Insel und wurde von den Karthagern gegründet. Ciutadella hat sich eine sehr „spanische Atmosphäre“ mit viel mediterranem Flair bewahrt, auch wenn der Einfluss der maurischen Besatzer (16. Jahrhundert) noch heute, z.B. in der Architektur, zu spüren ist. Die historische Altstadt ist sehr gut erhalten und lädt dazu ein, durch die engen, verwinkelten Gassen (teilweise noch mit Kopfsteinpflaster) zu schlendern und das Flair dieses Ortes auf sich wirken zu lassen. Von fast allen Blickwinkeln aus beherrscht die Kathedrale Santa Maria das Stadtbild. Sie wurde im 14. Jahrhundert auf den Überresten einer arabischen Moschee errichtet. Eindrucksvoll ist auch das Rathaus. Dieses war früher ein arabischer Stadthalterpalast. Nach dem Stadtbummel besuchten wir ein Fischrestaurant am malerischen Yacht-Hafen. Wir gönnten uns dort ein typisches Inselgericht Menorcas: die Caldereta de Llagosta. Das ist eine Langustensuppe. Mmmmhhhh…lecker.
 

Bewertungen und Kommentare

Binweg_Klaus Binweg_Klaus
04.07.2007
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Susanne Susanne
21.05.2007
Scheint ja wirklich eine gute Alternative zum Mallorca Urlaub zu sein... report_rating
 
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