Istanbul - Stadt der Gegensätze

Reisebericht von elli, Reisezeitraum Juni 2007 Durchschnittliche Bewertung report_rating
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[bild 5 links] Anfang Juni war ich für drei Tage in Istanbul, weil ich mir dort die Aufführung der Percussion-Show STOMP angesehen habe. Abflug war mit Turkish Airways vom Frankfurter Flughafen. Nach knapp drei Stunden (mit leckerem Essen, aber ohne On-Board-Unterhaltungsprogramm) Landung in Istanbul. Noch zügig auschecken (geht wesentlich schneller als einchecken, in Frankfurt nehmen sie es sehr genau mit der Sicherheit), Geld wechseln (sollte man direkt in der Türkei machen, denn dort gibt es günstigere Kurse) und dann auf zum Fahrer, der uns abholte und zum Hotel brachte. Der erste Eindruck von der Stadt, der sich mir auf dem Weg zum Hotel bot: laut, extrem viele Autos (gefühlte drei Millionen Taxis), wilder Fahrstil. Aber trotz der ganzen Hektik und des Chaos – wunderschön. Die Lage am Bosporus, das mediterrane Klima, das Ambiente (wo man nur hinsieht, historisch bedeutende Bauwerke) machen diese Stadt zu etwas ganz Besonderem.

[bild 1 rechts] Am Abend sind wir dann schon einmal zu Fuß durch die Altstadt. Zuerst ging es zur Blauen Moschee , die direkt gegenüber der Hagia Sophia liegt und erst nach dem Durchqueren eines kleinen Marktes zu erreichen ist. Am Eingang der Moschee wird man gebeten, die Schuhe auszuziehen und bekommt als Frau ein Kopftuch zur Verschleierung. Die Moschee ist architektonisch wirklich imposant. Man freut sich über eine kleine Spende zur Erhaltung dieser Anlage (ich bin mir nicht sicher, ob diese auch wirklich noch als Gotteshaus benutzt wird). Die Hagia Sophia haben wir uns nur von außen angesehen. Besonders der kleine Park, der zwischen ihr und der Blauen Moschee liegt, ist sehr schön, um eine kurze Pause zu machen.

Am nächsten Tag sind wir durch zwei der größten Märkte von Istanbul gelaufen. Auf dem einen werden Taschen, Kleidung und Schmuck angeboten (auch viele, schlecht gefälschte Markenprodukte – naja, wer`s braucht), auf dem anderen Gewürze. Schon allein ein verstohlener Blick auf die Auslage reicht, um einen Händler anzuziehen. Dass diese aufdringliche Art nicht unbedingt beliebt ist, versteht sich eigentlich von selbst. Aber: Andere Länder, andere Sitten.

[bild 2 links] Danach stand eine kleine Bosporus-Tour mit dem Boot an. Dauer: rund 2,5 Stunden. Eigentlich die beste Art, einen Eindruck von dieser riesigen Stadt zu bekommen, denn während in der Altstadt viel Armut und schlechte Verhältnisse herrschen, gibt es auch andere Viertel, in denen sich eine Nobelvilla mit Pool an die andere reiht. Istanbul ist und bleibt eine Stadt der Gegensätze.

Abends ging es dann in die Turkcell Kuruçeşme Arena im Viertel Kuruçeşme (eines der angesagtesten Viertel überhaupt, mit vielen Diskotheken, Clubs und Restaurants). Die Arena ist ähnlich einem Amphitheater aufgebaut und an einer Seite zum Wasser hin offen. Schon allein die Naturkulisse ist atemberaubend. Die Show war wirklich toll und mitreißend. Auch das türkische Publikum ging sehr gut mit.

[bild 4 rechts] Was ich während meines kurzen Aufenthaltes in Istanbul ohnehin gelernt habe: die Türken feiern gern, oft und ausgiebig. Istanbul bietet alles, was dafür nötig ist. Wer gut essen und trinken will, geht in eines der zahlreichen Fischrestaurant unweit der Promenade. Wer tanzen will, kann aus einer Vielzahl von Szeneläden auswählen, die von „traditioneller“ Musik über Rock/Alternative bis Techno/House alles bieten (viele Clubs liegen in der Nähe des Taksim-Platzes). Wer einfach nur gediegen einen türkischen Kaffee trinken will oder eine Wasserpfeife rauchen, kann dies in den vielen kleinen Cafés tun. Diese Stadt schläft nie und bietet zu jeder Uhrzeit Zerstreuung und Action an.

Am dritten Tag haben wir uns den Topkapi-Palast (früherer Wohn- und Regierungssitz der Sultane sowie das Verwaltungszentrum des Osmanischen Reiches) bzw. dessen Außenanlagen angeschaut. Den ersten dieser Parks kann man ohne Eintritt besichtigen (hier spazieren auch viele Einheimische entlang und lassen die Seele baumeln). Wer weiter vordringen will, braucht 1.) eine Eintrittskarte und 2.) einen Tour-Guide. Auf eigene Faust geht es also nicht weiter. Das haben wir uns dann gespart und lieber noch etwas in einem Café getrunken. Am Abend Rückflug nach Frankfurt.

Fazit: Istanbul ist wirklich eine Reise wert!
 

Fotos zum Reisebericht Istanbul - Stadt der Gegensätze

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Bewertungen und Kommentare

Tom_und_Jerry Tom_und_Jerry
05.09.2007
Spannender Bericht mit schönen Fotos! report_rating
 
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